Schwerpunkt für Metall- und Elektroberufe
Berufsschulen Germersheim & Wörth werden zum Kompetenzzentrum

Der Kreis Germersheim investiert in seine Berufsschulstandorte Germersheim und Wörth.
  • Der Kreis Germersheim investiert in seine Berufsschulstandorte Germersheim und Wörth.
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Germersheim/Wörth. „Die Berufsbildende Schule im Landkreis Germersheim wird in den Schwerpunkten „KFZ-Technik“ und „Metall/Produktion“ so weiterentwickelt, dass sie „Leuchtturm-Charakter“ für gesamt Rheinland-Pfalz erhält“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel nach der Kreistagssitzung am Dienstag, 18. September. Der Kreistag stimmte dem Konzept zur Weiterentwicklung zum Kompetenzzentrum für Metall- und Elektroberufe im Zuge der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) zu.

"Smart Factory" soll technische Prozesse simulieren

Der Schulleiter der Berufsbildenden Schule, Rainer Sprotte, und sein Stellvertreter, Ingolf Käsmeier, stellten die Konzepte an beiden Standorten, Germersheim und Wörth, vor: Der „KFZ-Standort“ Germersheim soll zum Aus- und Weiterbildungszentrum für Elektro-Mobilität/Hochvolt-Technologie weiterentwickelt werden. Dafür sprachen sich die Kreistagsmitglieder für eine Erweiterung der Sachausstattung (Modelle und Anschauungsmaterialien) der bestehenden KFZ-Werkstatt aus. Der Schwerpunkt „Metall/Produktion“ in Wörth wird zum Aus- und Weiterbildungszentrum für Industrie 4.0 entwickelt. Hierfür soll eine „Smart Factory“, eine sogenannte Modellfabrik zur Nachbildung der Produktionstechnik eines produzierenden Unternehmens oder eines anderen techn. Prozesses, zur Simulation der realen Arbeitswelt und zur realitätsnahen Vermittlung betrieblicher Anforderungen an zukünftige Facharbeiter angeschafft werden.

 Wissenzentrum für Metall- und Elektroberufe

„Der Landkreis schafft damit ein in Rheinland-Pfalz einmaliges Wissenszentrum“, betonte auch der für Schulen zuständige Erste Kreisbeigeordnete, Christoph Buttweiler, „Der Landkreis Germersheim ist ein starker und stetig wachsender Wirtschaftsstandort, der in weiten Teilen besonders geprägt ist von der Automobil- und Produktionsindustrie. Für die Ausbildung von Fachkräften für unsere Region, insbesondere in den Metall- und Elektroberufen, trägt die BBS eine große Mitverantwortung. Mit Blick auf die Veränderungen in Produktion und Mobilität wird die Schule nun in die Lage versetzt, auch in Zukunft ein weitreichendes und differenziertes Bildungsangebot für den Erwerb beruflicher und berufsübergreifender Kompetenzen vorzuhalten.“

Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat im Zuge der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) die Teilnovellierung der industriellen Metall- und Elektroberufe zum 01.08.2018 beschlossen. Die modernisierten Ausbildungsordnungen enthalten Neuerungen und Themen wie „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ und widmen sich der Aktualisierung der betrieblichen und schulischen Lerninhalte. Auch deshalb sieht es der Kreistag als erforderlich an, die Qualität der Fachkräfteausbildung an der BBS zu sichern, die „Versorgung“ mit Fachkräften zu gewährleisten, für Arbeitnehmer Fortbildungsangebote zu generieren, ein technologisches Wissenszentrum mit überregionaler Bedeutung zu schaffen und damit die Vernetzung der regionalen Betriebe 4.0 des Kreises untereinander zu ermöglichen.

Kreis investiert in Ausbildungsstandorte

Die Kreisverwaltung Germersheim geht von einem Kostenaufwand von ca. 300.000 Euro für die Sachausstattung E-Mobilität/Hochvolt-Technologie in Germersheim und von ca. einer Mio. Euro für die Anschaffung der „Smart Factory“ in Wörth aus. „Wir führen bereits erste Gespräche wegen möglicher Förderungen. Das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz begrüßt das Projekt und hat grundsätzliche Unterstützung erklärt“, so Buttweiler. Auch wurde eine Förderung beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz angefragt.

„Im gesamten Projekt werden Kooperationen mit ansässigen Firmen angestrebt. Sie haben großes Interesse, gut ausgebildete Fachkräfte vor Ort zu finden. Der Kreisverwaltung als Schulträger ist daher die Weiterentwicklung des Bildungsangebotes ein andauerndes und wichtiges Anliegen“, ergänzt Landrat Dr. Fritz Brechtel. ps/jlz

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