Thomas Siffling ist Künstlerischer Leiter des Ella & Louis im Rosengarten
Im Mannheimer Rosengarten Traum vom Jazzclub erfüllt

Thomas Siffling hat mit dem Ella & Louis viel vor.  Foto: Gaier

Von Christian Gaier

Mannheim. Nach 14 Jahren Dornröschenschlaf wird der Keller im Rosengarten neu belebt. Mit dem Jazz-Musiker Thomas Siffling und dem Dorint Kongresshotel Mannheim setzt die m:con – mannheim:congress GmbH das Projekt Ella & Louis um. Thomas Siffling hat große Pläne, will es mit dem Ella & Louis „auf die europäische Landkarte, vielleicht sogar auf die Weltkarte“ schaffen.
„Das Gesamtkonzept muss stimmen wie beim Bix in Stuttgart oder beim Bird’s Eye in Basel, wo die Leute gerne hingehen, sich mit ihrem Club identifizieren und dem künstlerischen Leiter vertrauen“, verdeutlicht Thomas Siffling. Der Trompeter wünscht sich, dass man ins Ella & Louis so selbstverständlich geht, wie in die Oper. „Ich habe schon den Ehrgeiz, dass wir zu unserem Publikum eine emotionale Bindung herstellen, dass wir eine richtige Community aufbauen“, betont Siffling, für den sich mit dem Ella & Louis – das an die Jazzlegenden Ella Fitzgerald und Louis Armstrong erinnert – ein Traum erfüllt.
120 bis 130 Sitzplätze soll es geben, dazu 30 bis 40 Stehplätze. Maximal 199 Gäste werden in dem neuen Jazzclub Platz finden. „In der Größe ist es unmöglich, wirtschaftlich zu arbeiten“, weiß Siffling und hat deshalb eine gemeinnützige GmbH mit 21 stillen Teilhabern gegründet. Die m:con, die Betreibergesellschaft des Rosengartens, übernahm die Umbaukosten. M:con-Geschäftsführer Johann Wagner ist übrigens nebenbei Jazzfan und Gründungsmitglied der Mannheimer Jazzinitiative IG Jazz, die ihre Dienstags-Konzertreihe von der Kabarettbühne Klapsmühl’ ins Ella & Louis verlagert. Zweiter Dauertermin ist jeweils montags: Am ersten Wochentag wird die Konzertreihe fortgesetzt, die Thomas Siffling zuvor im Theatercafé des Nationaltheaters organisierte.
„In fünf Jahren wäre mein Ziel, vier Tage die Woche Jazz im Ella & Louis zu bieten“, wünscht sich der Künstlerische Leiter des Jazzclubs, dessen Räume zukünftig auch für Abendveranstaltungen, Tagungen aber auch für interaktive Veranstaltungsformate wie Barcamps, Fishbowls oder Science Slams für bis zu 120 Personen zur Verfügung stehen.
In den Kellerräumen befand sich früher die Bar Fire & Fun, danach dienten sie zehn Jahre lang als Getränkelager, bevor im Zuge der anstehenden Brandschutzertüchtigung über die neue Nutzung diskutiert wurde. Auch Xavier Naidoo soll Ambitionen gehabt haben, den Raum zu „bespielen“, aber konkret wurden dieser und andere Pläne nie. Dann kam Thomas Siffling ...
Das Programm für die ersten drei Monate steht bereits: Das Nostalgia Trio des Posaunisten Nils Wogram (13. Septembver), die britische Sängerin Julia Biel (14. September), Thomas Sifflings Flow (15. September) und die Premiere der Reihe „Jazz x persönlich“ mit dem deutschen Küchenmeister Vincent Klink, der selbst Bassflügelhorn und Trompete spielt (16. September) weihen den Club musikalisch ein. Zu den Höhepunkten zählen die Konzerte des Alexandra Lehmler Quartetts (8. Oktober), der Sängerin Laura Dixon mit dem Michael Sorg Trio (29. Oktober) und der Schlagzeuglegende Pete York (2. November).

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