Opernchöre zu Mozarts 263. Geburtstag
Happy birthday, Amadeus

Dass  Haydns Opernchöre jederzeit gegenüber denen aus berühmten Opern Mozarts wie "Die Entführung aus dem Serail", "Die Hochzeit des Figaro" oder "Cosi fan tutte" bestehen können, wird der Mozartchor am 27. Januar demonstrieren.
  • Dass Haydns Opernchöre jederzeit gegenüber denen aus berühmten Opern Mozarts wie "Die Entführung aus dem Serail", "Die Hochzeit des Figaro" oder "Cosi fan tutte" bestehen können, wird der Mozartchor am 27. Januar demonstrieren.
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Speyer. In der Reihe „Happy birthday, Amadeus!“ lädt der Mozartchor Speyer seit vielen Jahren an Mozarts Geburtstag zu einer musikalischen Feierstunde in die „gute Stube“ Speyers, den Historischen Ratssaal. Auf dem Programm stehen am Sonntag, 27. Januar, um 18 Uhr Opernchöre von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. Für beide Komponisten spielte das Genre Oper eine zentrale Rolle in ihrem musikalischen Schaffen. Aber während jeder halbwegs an klassischer Musik interessierte Zeitgenosse den Titel mindestens einer Mozartoper präsent hat, ist das Wissen um die Opern Haydns eher den Spezialisten vorbehalten. Kaum ein internationales Opernhaus, das nicht regelmäßig eines von Mozarts Meisterwerken auf dem Spielplan hätte. Bei Haydn leider Fehlanzeige. Dabei hat dieser Befund sicher nichts mit der kompositorischen Qualität der Haydn'schen Tonschöpfungen zu tun. Schon eher mit der Außenseiterrolle, die das Schloss des Fürsten Esterhazy im europäischen Opernbetrieb spielte. Haydn war zwar Chefmusiker an einem der prunkvollsten Fürstenhöfe der Zeit und hatte zweifellos eines der besten Orchester zur Verfügung. Aber seine Spielstätten lagen eben in Esterhaza oder Eisenstadt. Es fehlte das breite Publikum wie in Wien oder in den anderen europäischen Großstädten. Haydn beklagt diese fehlende Anbindung an die große Opernwelt selbst einmal in einem Brief von 1781: „mein Unglück ist nur der Aufenthalt auf dem Lande“. Dass jedenfalls Haydns Opernchöre jederzeit gegenüber denen aus berühmten Opern Mozarts wie „Die Entführung aus dem Serail“, „Die Hochzeit des Figaro“ oder „Cosi fan tutte“ bestehen können, wird der Mozartchor am 27. Januar demonstrieren.
Das Thema Oper wird auch Dagmar Wolf-Hauß am Klavier aufgreifen, wenn auch in abgewandelter Form. Sie spielt Mozarts Zehn Variationen über die Ariette „Unser dummer Pöbel meint“ (KV 455). Diese ist Teil von Christoph Willibald Glucks Singspiel „Die Pilgrime von Mekka“, das wiederum Mozart zu seiner „Entführung aus dem Serail“ inspiriert hat. Der satirisch-humorvolle Charakter der 1783 entstandenen Variationen lässt das Ungelenke des schlichten Themas mit viel spielerischem Witz und technischer Brillanz hervortreten. Die Leitung des Abends liegt wie immer bei Dieter Hauß. Und nach dem musikalischen Teil können die Besucher - auch wie immer - mit einem Glas Sekt auf Mozarts Geburtstag anstoßen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Um eine Spende zur Deckung der Kosten wird am Ausgang gebeten. ps

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