Beigeordneter Färber gratuliert zur Auszeichnung
Fritz-Walter-Schule jetzt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Schülerinnen und Schüler lassen Luftballons als Zeichen eines bunten Miteinanders ohne Rassismus steigen
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  • Foto: ps / Stadt KL
  • hochgeladen von Jens Vollmer

Seit heute ist es offiziell – die Fritz-Walter-Schule erhielt die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Seit dem vergangenen Schuljahr schon arbeiteten zahlreiche Schülerinnen und Schüler an dem Projekt. In einer Feierstunde überreichte Projektkoordinatorin Anke Lips von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz die Urkunde und das Schild, das nun am Schulgebäude angebracht werden wird. Zu den Gratulanten zählte neben dem Projektpaten, dem 1. FC Kaiserslautern, auch der Beigeordnete und Schuldezernent Joachim Färber, der sich über die Auszeichnung der Fritz-Walter-Schule sehr freute. „Die Fritz-Walter-Schule ist die fünfte Schule in Kaiserslautern mit dem Prädikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, so Färber.
„In der heutigen Zeit können nicht genug Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung gesetzt werden“, betonte der Beigeordnete in seinem Grußwort. So gelte es, all jenen entgegenzutreten, die Menschen anderen Glaubens oder Aussehens, anderer Nationalität, Meinung oder Lebenseinstellung aus unserer Gesellschaft ausgrenzen wollen. „Dies kann sowohl durch jeden Einzelnen geschehen, als auch im Schulterschluss mit der Gemeinschaft.“ Mit ihrem Engagement und ihrer Einstellung tragen die Schülerinnen und Schüler der Fritz-Walter-Schule außerdem dazu bei, Kaiserslautern als „Stadt ohne Rassismus – Stadt mit Courage“ zu präsentieren. „Denn Kaiserslautern war und ist eine internationale und weltoffene Stadt, in der seit Jahrzehnten Menschen aus über 140 Nationen friedlich und in gegenseitigem Respekt miteinander leben“, so Färber.
Die Fritz-Walter-Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Kleine Klassen in der Hand eines Klassenlehrers oder einer Klassenlehrerin ermöglichen intensive Beziehungsarbeit und erzieherisch wirksames Handeln. In den Sozialtrainingsstunden werden immer wieder aktuelle Konflikte thematisiert, die durch Ausgrenzung oder Abwertung entstehen können. Das Schuljahr 2016/2017 stand unter dem Motto "Einüben respektvollen Verhaltens". In den Unterrichtsalltag sind regelmäßig Übungen eingeflossen, in denen wertschätzende und nicht-diskriminierende Kommunikationsformen eingeübt wurden. Seit April wird die Arbeit des Sozialtrainings ergänzt durch "Null-Toleranz-Maßnahmen" in der Schule. Das heißt, jeder Versuch der Ausgrenzung oder Diskriminierung einzelner Schülerinnen oder Schüler wird sofort angesprochen. Die Eltern werden einbezogen. „Wir machen so deutlich, dass wir als Schulgemeinschaft weder Diskriminierung noch Ausgrenzung dulden“, erklärte Schulleiterin Cornelia Burkert-Schmitz.
Das Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage ist eine Initiative von Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv langfristig gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus und für eine tolerante, gewaltfreie und demokratische Gesellschaft engagieren wollen. Für den Titel müssen sich mindestens 70 Prozent der Schulgemeinschaft durch ihre Unterschrift zu den Grundsätzen von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage bekennen. Die Fritz-Walter-Schule hat sich zu 100 % dafür ausgesprochen. Sie verpflichten sich zu aktiver Mitgestaltung eines Schulklimas, das Ungleichwertigkeits-Ideologien ächtet, bei Diskriminierung einschreitet und solidarische Konfliktlösung sucht. Als europaweites Projekt, 1988 in Belgien gegründet, beteiligt sich Deutschland seit 1995. Bundesweit sind über 2600 Schulen mit ca. 1,5 Millionen Jugendlichen beteiligt, für Rheinland-Pfalz ca. 100.000 Schülerinnen und Schüler sowie ca. 8.500 Lehrkräfte an 128 SOR-SMC-Schulen.

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