Unerreichbar
Verdi Requiem im Musikverein Wien: Daniele Gatti und die Sächsische Staatskapelle Dresden
Im Angesicht des Endes verliert der Mensch jede geschützte Sprache. Was bleibt, ist kein Bekenntnis, keine Gewissheit, kein großer Gedanke, der sich noch sicher über die Dinge erhebt. Es bleibt ein Atem, eine Bitte, ein letzter Versuch, dem Verstummen Form zu geben. Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ beginnt genau an dieser Grenze. Sie blickt nicht auf den Tod wie auf ein fernes Ereignis, sie stellt ihn vor den Menschen hin: ungeheuer nah, unausweichlich, und doch nicht ohne Licht. Alles in...