SSV Ludwigshafen zur aktuellen Situation
Corona an Schulen

Symbolfoto

Ludwigshafen. Am kommenden Mittwoch, 25. November 2020, beraten die Ministerpräsident*innen der Länder erneut mit der Bundesregierung über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Ein wichtiger Punkt wird sein, wie man mit den Schulen weiter verfährt. Bleiben alle mit regulärem Präsenzunterricht geöffnet? Ändert man den Unterricht zum Wechselmodell, wie es das RKI bei hohen Fallzahlen vorsieht? Was passiert, wenn die 7-Tages-Inzidenz in einem bestimmten Gebiet sehr hoch ist? Wie sieht es mit der Anwesenheitspflicht für Schüler*innen aus - könnte diese, zumindest für den Zeitraum der Pandemie, durch eine Bildungspflicht ersetzt werden? 

Wochenblatt-Umfrage

Eine Umfrage unter Wochenblatt-Leser*innen war eindeutig, eine große Mehrheit war für ein alternatives Modell, um die Abstände zwischen den Schüler*innen einhalten zu können, oder gar für komplette Schulschließungen, solange die Infektionszahlen sehr hoch sind. 

Meinung der Schüler*innen

Und was sagen die Schülerinnen und Schüler? Hier eine Stellungnahme der  Stadt-Schüler*innenvertretung Ludwigshafen (SSV-Ludwigshafen):

Wie bereits die LSV Rheinland-Pfalz, vertritt auch die SSV-Ludwigshafen die Meinung, dass der aktuell herrschende Präsenzunterricht nicht tragbar ist.

Corona-Abstandsregeln sind schwer bis gar nicht einzuhalten, weder im Klassensaal, noch auf dem Schulgelände. Die Maskenpflicht während des Unterrichts mag hier zwar bedingt Abhilfe schaffen, die Effektivität über einen Zeitraum von 6 bis 10 Stunden ist hier eher umstritten. Auch das Stoßlüften alle 20 Minuten ist nur schwer durchzuführen, manche Räume haben gar keine Fenster oder das Lüften wird schlicht durch den Unterrichtsablauf vergessen. Außerdem ist das Lüften bei den aktuellen Temperaturen gerade für die Schüler*innen, welche am Fenster sitzen schwer, alle 20 Minuten für 5 bis 10 Minuten im kalten Luftzug zu sitzen, ist unserer Meinung nach nicht zu verantworten.

Weiterhin behindert das Tragen der Maske die Entstehung einer positiven Lernatmosphäre zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen. Es hindert den reibungslosen Unterrichtsablauf eher dahingehend, dass mitarbeitende Schüler*innen oder auch der/die Lehrer*innen nicht oder nur schlecht verstanden werden.

Regelungen zu Dingen, wie beispielsweise dem Mittagessen, sind von Schule zu Schule verschieden und reichen von „nur auf dem Pausenhof“ bis zu „nur im Klassenzimmer darf gegessen werden“. Sogar die Richtlinien zum korrekten Querlüften werden von jeder Schule verschieden Interpretiert.

Durch geteilte Schulbusse und Schulwege, welche zum Teil mit dem öffentlichen Nahverkehr bestritten werden, wird nicht nur die Gesundheit der eigenen Schüler*innen, sondern auch aller anderen, welche auf das Nutzen der öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, gefährdet.

Die Informationspolitik diverser Schulen ist auch als fragwürdig anzusehen. Über Erkrankungen von Schüler*innen wird, wenn überhaupt, nur spärlich unterrichtet. Schüler*innen mit direktem Kontakt innerhalb der Klasse, nicht aber die aus Parallelklassen welche während Pausen Kontakt haben, werden in Quarantäne und zum Corona-Test geschickt. Schüler*innen anderer Klassen erfahren zumeist nur durch Zufall über Erkrankungen. Gerade für Schüler*innen, welche mit Risikopatienten zusammen wohnen oder gar selbst Risikopatienten sind, ist diese Art der Information oder nicht-Information schwer zu verstehen.

Wegen den steigenden Coronazahlen fallen ebenfalls immer mehr Lehrer*innen aus, wodurch der Unterricht zum Teil schon digital stattfinden muss oder komplett ausfällt. Der Schritt zu A- und B-Wochen ist somit eh schon gegeben und würde durch kleinere Klassen für mehr Sicherheit sorgen.

Die SSV-Ludwigshafen vertritt die Meinung, dass eine Rückkehr zum A- und B-Unterrichtsprinzip die sensibelste Lösung in der aktuellen Situation darstellten würde. ps/bas

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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