Rundweg von der Burg Landeck übers Schlössel zum Martinsturm
Hoch hinaus

1886 wurde der 14 Meter hohe Martinsturm fertiggestellt.
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  • 1886 wurde der 14 Meter hohe Martinsturm fertiggestellt.
  • Foto: B. Bender
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Klingenmünster. Nicht nur das Dahner Felsenland ist ein Wanderparadies, auch die Region Südliche Weinstraße bietet zahlreiche Tages- und Halbtagestouren, mehrtägige Routen sowie besonders ausgezeichnete Wege und Rundwege. Einer davon ist der Burgenweg in Klingenmünster. Zu erwarten sind wundervolle Aussichten.

Ausgangspunkt ist die Burg Landeck. Auf dem Panoramaweg erhascht man die ersten schönen Blicke auf Klingenmünster bevor es abwärts geht in Richtung Pfalzklinikum.  Vorbei an der Johannaquelle. Diese wurde von Oktober 2012 bis September 2013 in rund 585 Arbeitsstunden vom Landeck-Verein und dem örtlichen Pfälzerwald Verein wieder zum Fließen gebracht. Kurz darauf folgt man dem Weg zur Ruine Schlössel. Mit kurzzeitig steilen Aufstiegen ist zu rechnen. Das Schlössel stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde bereits im 12. Jahrhundert zerstört. Erhalten sind heute Teile des Wohnturms mit Schießscharten sowie Reste der Ringmauer.
Sitzgruppen ermöglichen eine Rast.
Der weitere Verlauf des Burgenweges beschert herrliche Blicke auf die Burg Trifels und die Madenburg, die auf der anderen Seite des Tales liegen.
Vorbei führt der ebene und gerade Weg an der Ringwallanlage Heidenschuh, sie wurde für Notzeiten gebaut. Sie diente bei drohender Gefahr als Fliehburg für das Kloster Klingenmünster und die Bevölkerung der benachbarten Dörfer und entstand vermutlich im 8. bis 9. Jahrhundert.
Und wie erwartet, wenn man auf dem Weg zu einem Aussichtsplatz ist, muss auf dem weiteren Weg erneut mit Steigungen gerechnet werden. So auch zum Martinsturm.
Kurz bevor dieses Ziel erreicht ist, wird man als Vorgeschmack mit einem wundervoller Weitblick über den Pfälzer Wald überrascht. Eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein, vor dem letzten Anstieg in Richtung Martinsturm. Der Turm nach relativ kurzer Bauzeit am 8. November 1886 fertiggestellt. Erbaut wurde er auf dem Treutelskop, dem höchsten Gipfel des Treutelsbergs. Initiator zum Bau des Aussichtsturmes war der Arzt Dr. Ferdinand Karrer.
Der Turm ist 14 Metern hoch. Nur wenige Stufen trennen den Wanderer von der grandiosen Aussicht. Allerdings sind die letzten fünf Stufen mit Sorgfalt zu begehen.
Der Blick ist fantastisch, wenn auch teilweise durch Baumspitzen verdeckt.
Der Aufstieg lohnt auf alle Fälle. Die Burg Trifels scheint zum Greifen nah und die Höhen der Pfälzer Berge wirken wie sanfte moosige Hügel. Fast unwirklich und ergreifend.
Von hier aus kann man sich nun entspannt auf den Rückweg begeben. Nicht verpassen sollte man den Waldrastplatz. Dort wurde ein Dorf aus Steinmännchen errichtet.
Angekommen auf Burg Landeck wird der Wanderer mit einem Blick über Klingenmünster, das Rebenmeer, bis in die Rheinebene belohnt. beb

Autor:

Britta Bender aus Annweiler

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