Thomas Fedrow: „Prävention durch eine wachsame Nachbarschaft ist möglich – Bei uns bekommen Langfinger keine Chance!“
Start nach Landesförderung mit 10.000 Euro im südlichen Landkreis Karlsruhe möglich

Im Juni letzten Jahres kam Thomas Fedrow, Bürgermeister a.D., auf den Ettlinger Polizeirevierleiter Alexander Seifert zu mit der Bitte, eine gemeinsame Präventionsaktion zur Sensiblisierung gegen Wohnungseinbrüchen durch eine wachsame Nachbarschaft ins Leben zu rufen. Beide erstellten dann ein Finanzkonzept und beantragen aus dem gleichnamigen Landesprojekt 10.000 Euro, die Ende letzten Jahres der Stadt Ettlingen und dem Förderverein FöSSL genehmigt wurden. Wichtig bei diesem Projekt für den südlichen Landkreis war Fedrow als Ettlinger Bürgermeister und Seifert, dass alle Gemeinden und Städte mitmachen. Fedrow sprach sodann mit den Stadtoberhäutern von Rheinstetten, Malsch, Marzell, Karlsbad, Waldbronn, Dobel und Pfinzal, die sofort überzeugt waren und die Hilfe durch örtliche Kräfte zusagen.

Einbrüche haben Folgen

Die Folgen eines Wohnungseinbruchdiebstahls sind vielschichtig und für die betroffenen Opfer oft nur schwer zu überwinden. Neben dem finanziellen Verlust und den angerichteten materiellen Schäden bleibt bei vielen Betroffenen ein Gefühl großer Verunsicherung zurück. Jedes fünfte Opfer zieht nach einem erlebten Einbruch aus der Wohnung aus oder beabsichtigt dies zu tun. Nicht zuletzt, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen, ist die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen ein Schwerpunkt des Polizeireviers Ettlingen, der Kommunen im südlichen Landkreis Karlsruhe.

Nachbarschaftstreffen und Begegnung in jeder Gemeinde

Die Fördermittel werden jetzt für die Werbekampagne und Nachbarschaftstreffen verwendet, um die Bürgerinnen und Bürger ins Boot zu holen und für Nachbarschaftsaktionen und –hilfen zu gewinnen. „Die Bekämpfung der Wohnungseinbrüche ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“, so Fedrow. Dabei sei es notwendig, dass Polizei, Kommunen und Bevölkerung noch enger und effektiver zusammenwirken. Neben polizeilichen Maßnahmen und einer technischen Sicherung der Wohnung bzw. des Hauses können Einbrüche insbesondere durch
- sicherheitsbewusstes Verhalten,
- eine aufmerksame Nachbarschaft und
- eine funktionierende Sozialkontrolle
verhinder werden. Dies geht durch Treffen und Gespräche vor Ort, die von den örtlichen Rathäusern intierte werden

Jede Maßnahme ist ein „Hinsehen!“

„Ob Sie ruhig und idyllisch am Ortsrand in einem Haus mit großem Garten oder in einem anonymen Hochhaus wohnen, Einbrüche sind immer möglich“, so das Credo der Initiatoren. Doch der Einbrecher hat nur dann eine Chance auf Erfolg,…
- wenn Sie wegschauen,
- wenn Sie erzählen, dass der Nachbar im Urlaub ist,
- wenn Sie den Rolladen unten haben und ggf. keine Zeitschaltuhr abends für 1 oder 2 Stunden zur Innenbeleuchtung haben,
- wenn Sie das Fenster ganz oder gekippt offen haben oder offene Türen haben,
- wenn der Briefkasten überquillt
- oder wenn, ja wenn, Sie nicht aufmerksame und informierte Nachbarn haben.
Schauen Sie nicht weg, machen Sie mit. Gehen Sie auf Ihr Rathaus oder blicken Sie ins Amtsblatt Ihrer Gemeinde, um weitere Informationen zu erhalten.

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