Interview mit Kurt Scheuring und Ewald Mangei
Vorträge mit Ärzten und Köchen

Kurt Scheuring (links) übernahm vor kurzem den Vorsitz über die Interessengemeinschaft Chronisch Nierenkranker Kraichgau-Hardt von Ewald Mangei (rechts).
  • Kurt Scheuring (links) übernahm vor kurzem den Vorsitz über die Interessengemeinschaft Chronisch Nierenkranker Kraichgau-Hardt von Ewald Mangei (rechts).
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Bruchsal. Der Wiesentaler Kurt Scheuring hat vor kurzem den Vorsitz über die Interessengemeinschaft Chronisch Nierenkranker Kraichgau-Hardt übernommen. Der 62-Jährige ist damit Nachfolger von Ewald Mangei. Cornelia Bauer befragte die beiden zu den Vereinszielen.

???: Wechsel im Vorstand - was ändert sich bei der Interessengemeinschaft Chronisch Nierenkranker?
Kurt Scheuring: Gar nicht so viel. Wir halten an den bewährten Aktivitäten fest. Das ist zum einen unser monatlicher Stammtisch - immer am zweiten Donnerstag im Monat um 18 Uhr im Stettfelder Vogelhäusel, zum anderen sind das die Aktivitäten unsere Halbjahresprogramms.

Ich habe die Absicht, verstärkt Vorträge mit Ärzten, Apothekern und Diätköchen zu organisieren. So soll die Zusammenarbeit zwischen Nierenkranken, Transplantierten, Dialysezentren, Ärzten und Pflegepersonal gefördert werden.

???: Warum sollte sich ein Nierenkranker Ihrer Interessengemeinschaft anschließen?
Ewald Mangei: Dreimal die Woche drei bis vier Stunden zur Dialyse zu müssen, das ist ein großer Einschnitt ins Leben. Wir möchten mit unseren Veranstaltungen den Austausch untereinander fördern. Dank des medizinischen Fortschrittes kann man heute gut mit der Dialyse leben, ja sogar verreisen. Wir wollen anderen Erkrankten Mut machen, sich zu öffnen und über die Krankheit zu diskutieren. Die Belastung ist groß, aber wir können uns gegenseitig helfen.

???: Setzen Sie sich auch für Organspenden ein?
Mangei: Wir werben derzeit einmal im Jahr zum Tag der Organspende für eine höhere Spenderbereitschaft, würden solche Aktionen aber gerne zwei Mal pro Jahr durchführen, weil uns die Aufklärung zur Organspende wichtig ist. Ein erfreulicher Trend, den wir dieses Jahr beobachtet haben: Vor allem junge Leute haben bereits einen Organspenderausweis. Ältere Menschen fragen hingegen oft nach, warum sie in ihrem Alter noch einen Ausweis brauchen. Dabei brauchen natürlich auch ältere Nierenkranke Spenderorgane.

Scheuring: Gerade bei Nierenerkrankungen wird allerdings immer öfter im familiären Umfeld nach einem Spender gesucht. cob

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