Jeder Mensch braucht ein Zuhause
Angeregte Diskussionen im Wohnzimmer auf der Straße

Sorgte für Aufmerksamkeit: Im Zimmer auf der Straße diskutierten Passanten, Vertreter von Hilfseinrichtungen, Caritas-Mitarbeiter, der amtierende Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger und seine Nachfolgerin Stefanie Seiler sowie weitere politische Vertreter miteinander das Problem der Wohnungsnot und seine Folgen.
  • Sorgte für Aufmerksamkeit: Im Zimmer auf der Straße diskutierten Passanten, Vertreter von Hilfseinrichtungen, Caritas-Mitarbeiter, der amtierende Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger und seine Nachfolgerin Stefanie Seiler sowie weitere politische Vertreter miteinander das Problem der Wohnungsnot und seine Folgen.
  • Foto: Klaus Landry
  • hochgeladen von Amanda Kollross

Speyer. Leider gab es im Caritas-Zentrum eine falsche Terminankündigung. Die Aktion „Zimmer auf der Straße“ fand bereits am Samstag, 22. September, statt und nicht wie irrtümlich angekündigt am Samstag, 29. September.  
Für viel Aufmerksamkeit sorgte am Samstag, 22. September, die Straßenaktion des Caritas-Zentrums Speyer in der Maximilianstraße anlässlich der deutschlandweiten Caritas-Kampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ zum Thema Wohnungsnot. Unter dem Motto „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ rückt in diesem Jahr die Kampagne des deutschen Caritasverbandes das Problem in den Fokus, dass es zu wenig bezahlbaren Wohnraum in Deutschland gibt. Das Caritas-Zentrum Speyer hat mit einem Wohnzimmer auf der Straße am Samstag in der Fußgängerzone von Speyer darauf aufmerksam gemacht, das Problem auch hier in der Region besteht. Während das Angebot an bezahlbarem anmietbarem Wohnraum seit Jahren stagniert, ist die Zahl von Menschen, die auf diesen preiswerten Wohnraum angewiesen sind gestiegen. Zudem kommen viele Menschen aus strukturschwächeren Gebieten nach Speyer und in die Metropolregion auf der Suche nach Arbeit. Teilweise wollen sie auch ihre Familien nachholen.„Wir haben alleine in Speyer 44 Menschen, die keine Wohnung haben und bei uns als Postkunden registriert sind. Somit können sie sich wenigstens krankenversichern und die Angebote des Jobcenters nützen“, umriss Sabine Heyn, Leiterin des Caritas-Zentrums, die Problemlage. Das Thema Wohnungsnot nimmt daher in der Beratungsarbeit zunehmend Raum ein: „Rund 30 Prozent aller Beratungen in der Allgemeinen Sozialberatung sind der Wohnungssuche geschuldet. Zuwachs in der Familie oder aber auch eine Trennung bzw. die Kündigung wegen Eigenbedarf sind dabei oft die Gründe“, berichtete Caritas-Mitarbeiter Matthias Münster aus der Arbeit des Caritas-Zentrums. Die Straßenaktion, die vom Bündnis gegen Armut und dem Warenkorb der Caritas unterstützt wurde, fand großen Zuspruch, und so gab es zwischen 11 und 12.30 Uhr angeregte Diskussionen zur Situation in der Stadt zwischen zahlreichen politischen Vertretern, Akteuren, Hilfseinrichtungen aber auch Betroffenen. Dass diese Aktion keine Eintagsfliege bleibt, wurde von der designierten Oberbürgermeisterin der Stadt, Stefanie Seiler sehr begrüßt. Sie ermunterte die Sozialverbände gerade in Bezug auf dieses Thema, aber auch bei anderen wichtigen, sozialen Belangen immer wieder den Kontakt zur Politik zu suchen. Das Caritas-Zentrum wird daher noch in diesem Jahr einen runden Tisch zur Situation der Wohnungslosen mit allen Akteuren und den politisch Verantwortlichen in der Stadt Speyer einberufen. ps

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