2113 Geburten im vergangenen Jahr verzeichnet
Geburtenrekord im Mannheimer Universitätsklinikum

Ein Zimmer auf der neuen Mutter-Kind-Station.
  • Ein Zimmer auf der neuen Mutter-Kind-Station.
  • Foto: UMM Mannheim
  • hochgeladen von Christian Gaier

Mannheim. 2113 Geburten – und damit so viele wie nie zuvor – hat das Universitätsklinikum Mannheim im abgelaufenen Jahr 2018 verzeichnet. Immer mehr Eltern entscheiden sich für eine Entbindung in der einzigen Mannheimer Geburtsklinik mit der höchsten Versorgungsstufe (Perinatalzentrum Level I).
Mit der neuen Rekordzahl setzt sich der positive Trend der letzten Jahre in der Universitätsfrauenklinik fort: 2017 meldete das Universitätsklinikum zum Jahresende 1.798 Geburten, 2016 waren es 1.784. „Hier kommen zwei Trends zusammen“, ist sich Professor Dr. med. Marc Sütterlin, Direktor der Frauenklinik, sicher: „Immer mehr junge Eltern wollen eine Geburtsklinik, die alle medizinischen Möglichkeiten für Mutter und Kind in direkter Nähe zum Kreißsaal bereithält. Gleichzeitig legen sie großen Wert auf Komfort und eine familienorientierte Atmosphäre bei der Entbindung.“
Das Universitätsklinikum Mannheim hat im Herbst eine neue Station für frisch entbundene Mütter und ihre Kinder im Patientenhaus eröffnet. Dort genießen die Wöchnerinnen deutlich mehr Komfort als bisher: In der neuen „Mutter-Kind-Einheit“ gibt es ohne Aufpreis ausschließlich Einzelzimmer auf dem Niveau eines Drei-Sterne-Hotels, in denen auf Wunsch auch der Partner oder Angehörige mit übernachten können.
„Wir sind auf problemlose Entbindungen genauso gut vorbereitet wie auf Risikogeburten“, betont Professor Sütterlin. „Den werdenden Eltern ermöglichen wir – soweit gewünscht und medizinisch vertretbar – ein natürliches Geburtserlebnis.“ Dazu können die Schwangeren im Kreißsaal ihre Entbindungsposition frei wählen und sich zwischen verschiedenen Möglichkeiten für eine leichtere Geburt entscheiden: Wannen für Wassergeburten stehen ebenso bereit wie sanfte Methoden der Schmerzlinderung, zum Beispiel Homöopathie, Akupunktur, Aromatherapie und Lachgas. Da im Universitätsklinikum rund um die Uhr Anästhesisten vor Ort sind, kann auch jederzeit eine Peridural-Anästhesie (PDA) und – falls medizinisch notwendig oder von der Mutter gewünscht – ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Nach der Geburt stehen speziell geschulte Stillberaterinnen bereit. Das trägt dazu bei, dass über 85 Prozent der Mütter ihr Kind bei der Entlassung stillen.
2018 haben die Ärzte und Hebammen am Klinikum 79 Mal Zwillinge entbunden, außerdem gab es drei Drillingsgeburten. Dabei hatten etwa 85 Prozent aller Babys ein Geburtsgewicht von über 2.500 Gramm. Aber rund 4 Prozent wogen unter 1.500 Gramm –und wurden als sogenannte ‚Frühchen‘ von spezialisierten Kinderärzten und Pflegekräften der Neonatologie intensiv betreut. Am Universitätsklinikum Mannheim können sogar Neugeborene mit unvollständig entwickelten Lungen über eine Lungenmaschine – die sogenannte Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) – mit Sauerstoff versorgt werden, bis die eigene Lunge ihre Aufgabe übernehmen kann. ps

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