Lautrer Erzieherinnen absolvierten Fortbildung
Nachhaltigkeit soll bereits in der Kita verankert werden

Kaiserslautern. Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das Erzieherinnen und Erziehern eine Langzeitqualifikation anbietet, um das Thema „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (BNE) in den Kindertagesstätten mit Leben zu füllen. 46 Erzieherinnen und Erzieher aus ganz Rheinland-Pfalz haben dazu in den vergangenen anderthalb Jahren an einer Fortbildung teilgenommen, darunter auch Monika Reiß (Kita Minimax) und Claudia Schneider (Kita Mobile) aus Kaiserslautern. Sie sind die ersten Erzieherinnen aus Kitas in Trägerschaft der Stadt, die bei der Fortbildung mitgemacht haben.
„Kindern schon früh ein Gespür für Natur und Umwelt mit auf den Weg zu geben ist dringend notwendig, wenn wir die kommende Generation davor bewahren wollen, die gleichen Fehler zu begehen wie wir“, erklärt Jugenddezernent Joachim Färber. „Dass sich das Land sowohl im Schul- als auch im Kitabereich für ’Bildung für eine nachhaltige Entwicklung’ stark macht, ist daher ausdrücklich zu begrüßen“, so der Beigeordnete.
In der Kita Mobile wurden im Zuge der Fortbildung Insektenhotels gebaut und aufgestellt. Dabei konnten die Kinder sehen, welche Insekten im Kita-Umfeld leben und auch die verschiedenen Stadien von Ei über Larve bis zu einem fertigen Käfer beobachten. Zudem wurde eine Wildwiese ausgesät und von dieser auch wieder Samen gewonnen. Aktuell wurden Frühblüher gesetzt, auf deren Erscheinen die Kinder jetzt warten. Durch das Projekt werden die Kinder achtsamer für die Natur und die Pflanzen, lernen den Wert von Blumen als Nahrungsmittel für Insekten kennen und gehen dadurch behutsamer mit den Pflanzen und Tieren um. Als nächstes Projekt-Thema wird es um Bäume gehen. In der Kita Minimax wiederum steht das Thema „Upcycling“ im Fokus. Hier wurden etwa schöne Schmuckkästchen aus Abfall gebastelt. Auch hier wurde ferner ein Garten bepflanzt. Zukünftig sollen weitere Projekte aus der Fortbildung, etwa zum Thema Müllvermeidung, in der Kita umgesetzt werden.
„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist ein UNESCO-Weltaktionsprogramm, mit dem Menschen über Bildung befähigt werden sollen, sich Wissen, Werte und Verhaltensweisen anzueignen, um globale Entwicklungen besser zu verstehen und auch im Sinne der Nachhaltigkeit beeinflussen zu können. Rheinland-Pfalz hat dazu zahlreiche Rahmenpapiere und Strategien entwickelt, wovon ein Baustein auch die Fortbildung und Qualifizierung von Fachkräften darstellt. Insgesamt stehen mit Abschluss des vom BUND Rheinland-Pfalz gestalteten Kurses landesweit nun mehr als 300 BNE-qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher zur Verfügung. ps

Weitere Informationen:

https://www.bne-portal.de/de/node/2787

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Landstuhl

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