Theaterabend im Dorfgemeinschaftshaus
Hatzenbühl: Chawwerusch Theater spielt im November

Hatzenbühl. Sie heißen, Ewa, Danuta oder Maria. Bei uns kennt man sie aber nur als „die Polin“.
Sie kommen nach Deutschland, um mit dem Geld, das sie mit der 24-Stunden-Pflege verdienen, ihre Familien in Polen zu unterstützen. Um genau diese Pflegekräfte geht es im Stück „Maria hilf“, das das Chawwerusch Theater am Samstag, 10. November, in der Dorfgemeinschaftshaus in Hatzenbühl.
Maria heißt auch die polnische Perle, die in der Theateraufführung „Maria hilf“ im Mittelpunkt des Geschehens steht.
Der Koffer ist schon gepackt: Magdalena fährt nach Jahren erstmals wieder in den Urlaub. Das ist zumindest der Plan. Doch dann findet die Tochter sie am nächsten Morgen bewusstlos am Ende der Kellertreppe – die Mutter hatte einen Schlaganfall. Von jetzt auf gleich ist alles anders. Magdalena ist nicht mehr in der Lage, alleine klar zu kommen. Von der Tochter Michaela erwartet sie, dass sie sich kümmert – so wie sie sich eben auch um ihre Mutter gekümmert hat: „Das gehört sich einfach so!“ Aber will Michaela das? Und kann sie das? Schließlich hat sie ja auch ihr eigenes Leben, einen Vollzeitjob und zwei pubertierende Kinder. Ein Pflegeheim lehnt die Mutter kategorisch ab. Was also tun? Eine Polin muss her! Und da steht sie auch schon vor der Tür: Maria mit dem kleinen Koffer, dem unaussprechlichen Nachnamen und der Engelsgeduld. Der Mutter ist sie zu jung und unerfahren, zu wenig deutsch und zu polnisch. Da sind die Konflikte vorprogrammiert.

Pflegenotstand als zentrales Thema 

Das Chawwerusch-Stück kreist um ein sehr aktuelles Thema: den Pflegenotstand und die massenhafte Anstellung von 24-Stunden-Pflegekräften aus Osteuropa. Dabei richtet es den Blick vor allem auf die zwischenmenschliche Seite der drei Frauen.
Autor und Regisseur Walter Menzlaw schrieb das Stück auf der Basis von Gesprächen und Interviews mit Pflegekräften aus dem Ausland und mit Angehörigen von Pflegebedürftigen, die zuvor während einer ausführlichen Spurensuche gesammelt worden waren. So entstand ein authentisches Stück Theater, bei dem trotz aller Ernsthaftigkeit und Tragik auch viel gelacht werden kann und darf.
Die Sozialstation Rülzheim-Bellheim-Jockgrim e. V. will mit dem Theaterstück nicht nur pflegende Angehörige ansprechen, sondern alle, die sich mit der Thematik „Pflege zu Hause“ beschäftigen und auseinandersetzen. Angesprochen und eingeladen sind ganz besonders auch alle in der Pflegebranche Tätigen und alle Interessierten und Freunde des Chawwerusch-Theaters.
„Maria hilf“ wird gefördert von Thüga Energienetze GmbH und ist eine Veranstaltung der Sozialstation Rülzheim-Bellheim-Jockgrim. ps

Info
Kartenreservierung sind bei der Sozialstation Rülzheim-Bellheim-Jockgrim e.V., Tel. 07272 7002 1090, E-Mail: sozialstation@ruelzheim.de möglich.
Karten im Vorverkauf gibt es bei der Sozialstation Rülzheim-Bellheim-Jockgrim e.V., Kuhardter Straße 37, und bei der Verbandsgemeinde Rülzheim, Am Deutschordensplatz 1, 76761 Rülzheim zu den Öffnungszeiten.

Autor:

Wochenblatt Archiv aus Germersheim

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