Das Pfalztheater inszeniert am Reichswald-Gymnasium Ramstein-Miesenbach
Schüler blicken in die wundervolle Welt des Theaters

Theaterinszenierung am Reichswald-Gymnasium
  • Theaterinszenierung am Reichswald-Gymnasium
  • Foto: Reichswald-Gymnasium
  • hochgeladen von Stephanie Walter

Ramstein-Miesenbach. Schülern einen Blick hinein in die wundervolle Welt des Theaters bieten, ihnen die Augen für die Kraft der Poesie und die dramaturgische Wirkung des auf der Bühne gesprochenen und inszenierten Wortes zu öffnen und sie gleichzeitig für ein hochaktuelles weltpolitisches Problem sensibilisieren. Das waren die Ziele einer Theaterinszenierung des Pfalztheaters Kaiserslautern im Reichswald-Gymnasium am vergangenen Dienstag. Koordiniert und in ihren Unterricht der 7. und 8. Jahrgangsstufe eingebunden hatte das Projekt Ethiklehrerin Gianna De Fazio.
Zu Gast in Ramstein war Luca Zahn, Schauspieler am Pfalztheater Kaiserslautern. In einer packenden Ein-Mann-Inszenierung brachte Zahn das Theaterstück „Malala - Mädchen mit Buch“, geschrieben von dem zeitgenössischen Bühnenschriftsteller Nick Wood, auf die Bühne. Das Stück beleuchtet das Leben der pakistanischen Kinderrechtlerin Malala Yousafzai, die für ihren Kampf um die Bildung und die Freiheit junger Mädchen in ihrer pakistanischen Heimat fast ihr Leben hatte opfern müssen.
Schon früh gerät die Aktivistin nämlich in den Fokus islamistischer Kreise und überlebt nur sehr knapp und mit viel Glück einen Mordanschlag der Taliban. Für ihr mutiges Handeln und ihr beispielloses Engagement wurde Yousafzai 2014 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie ist die jüngste aller Nobelpreisträgerinnen der Geschichte.
Das fesselnde Stück unter der Leitung von Rüdiger Pape zog dabei die Schüler über eine Stunde hinweg in ihren Bann. Das Klassenzimmer wurde zur Bühne, der Zauber und die ungeheure Wirkung und Direktheit des Schauspiels konkret erfahrbar. Projekte wie diese können dabei helfen, den erzieherischen Auftrag zu erfüllen, die Schüler ästhetisch zu bilden, sie in die Welt des Theaters einzuführen.
Und sie konnten zeigen, wie sehr gerade das Theater vermag, durch die unmittelbare Begegnung Momente der Identifikation aufzubauen, direkte Betroffenheit herzustellen und damit inhaltlich für aktuelle politische Themen zu sensibilisieren. Das tragische Schicksal und die Hoffnung gebenden Aspekte im Leben von Malala Yousafzai haben dies eindrücklich vor Augen führen können.
Eine Theaterstunde also, die gefesselt und begeistert, die Augen geöffnet und damit seinen kleinen und so wichtigen Beitrag dazu geleistet hat, die Sinne für die ungeheure Kraft und Unmittelbarkeit des Theaters zu schärfen. (ps)

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