Südpfälzer Wilde Wochen eröffnet
Besondere Genüsse aus heimischen Wäldern

Musikalisch begleitet von der Jagdhornbläsergruppe wurden die Wilden Wochen in der Südpfalz eröffnet.
  • Musikalisch begleitet von der Jagdhornbläsergruppe wurden die Wilden Wochen in der Südpfalz eröffnet.
  • Foto: Witte-Parra
  • hochgeladen von Thomas Klein

Landau/Germersheim. Ganz schön wild verläuft mitunter die politische Auseinandersetzung, ganz zahm und voller Vorfreude ist indes die Stimmung, wenn es um die Eröffnung der Wilden Wochen in der Südpfalz geht. So der Tenor auch bei Alexander Grassmann, Beigeordneter der Stadt Landau, Landrat Dietmar Seefeldt (SÜW) und Landrat Dr. Fritz Brechtel (GER), die im Landauer Restaurant „Par Terre“ im Rahmen eines „ihrer liebsten Termine“ den Startschuss zu den diesjährigen „Wilden Wochen“ in der Südpfalz gaben.
„Wildbret ist das verzehrbare Fleisch von freilebenden Tieren, die dem Jagdrecht unterliegen“, informiert Alexander Grassmann.
„Wer die Vorteile von Wildbret kennt, ist schnell überzeugt: Wildbret ist ein sehr hochwertiges, vitamin- und nährstoffreiches Fleisch, das viel Eiweiß enthält und nur einen geringen Fettanteil hat. Außerdem unterliegen die Tiere keinem Schlacht- und Transportstress, da sie in ihrer natürlichen Umgebung erlegt werden“, so Grassmann.
„Das Fleisch von Wildschwein, Reh- und Rotwild aus dem heimischen Wald gilt als natürliches und regionaltypisches Lebensmittel, weil es im Gegensatz zu den Nutztieren des Menschen in seiner natürlichen Umwelt lebt. Eine artgerechtere Unterbringung als die Natur selbst, gibt es nicht. Und das schmeckt man“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel.
„Rein statistisch gesehen, gönnen sich die Bundesbürgerinnen und Bürger nur zwei Wildmahlzeiten pro Jahr – das sind rund 450 Gramm pro Kopf“, zitiert Landrat Dietmar Seefeldt, eine Statistik des Bundeszentrums für Ernährung, Bonn. „In der Südpfalz ist diese Zahl vermutlich deutlich höher, weil unsere Tourismusvereine schon seit einigen Jahren daran arbeiten, Einheimische und Gäste mit den Wildwochen Südpfalz für Wild aus heimischer Jagd zu begeistern“, erklärt er.
Das unterstreicht auch Klaus Walter, der als Vorsitzender der Kreisgruppe Südliche Weinstraße des Landesjagdverbandes rund 600 Jäger vertritt, die wegen der Wildwochen eine gesteigerte Nachfrage nach Wildfleisch aus der Gastronomie erfahren. „Nichts motiviert uns Jäger mehr, als zu wissen, dass unser Wildfleisch von Gastronomen und Verbrauchern gut angenommen wird und als leckeres Wildgericht auf dem Teller landet.“
Stefan Asam, Direktor der Zentralstelle der Forstverwaltung berichtet, dass Verbraucher durch den Verzehr von Wild auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dies hängt mit der Vermeidung von Treibhausgasen bei der Futtermittelgewinnung, der Tierhaltung und dem -transport sowie mit der Entsorgungsproblematik von Gülle zusammen. Eine insgesamt fleischreduzierte Ernährung und der Ersatz von Produkten aus konventioneller Tierhaltung durch Wildfleisch helfen dem Klima signifikant.
Über viele Jahre galt Wild ausschließlich als Saisonware, da für viele Tiere Schonzeiten festgelegt sind. Tatsächlich aber ist auch heimisches Wildbret das ganze Jahr über als Tiefkühlware erhältlich. Wie groß die Nachfrage nach Wildfleisch aus der Region in der Südpfalz ist, zeigt der Absatz von regionalem Wildbret im Rahmen der Vermarktungsstrategie der Kreisjägerschaften. Mit Informationsveranstaltungen in Kooperation mit den Landfrauen und durch den Verkauf von Wildprodukten im eigens initiierten Verkaufsstand auf Märkten in der Südpfalz sowie beim Forstamt Haardt warben die Jäger für die hohe Qualität von Wildfleisch. „Mehr Bio geht nicht“ ist daher auch Fritz als Organisator des Verkaufsstandes überzeugt. Als Corona bedingt die Nachfrage in der Gastronomie komplett eingebrochen war, erwies sich die neue Verkaufsinitiative als segensreich.
In diesem Jahr finden die Wilden Wochen in der Südpfalz wieder wie gewohnt statt. Nähere Infos zu den teilnehmenden Betrieben, Bezugsadressen für Wildfleisch, Rezepte und Veranstaltungstermine finden sich auf
www.soschmecktdiesuedpfalz.de/wildewochen.
Information:
Über 20 Gastronomen beteiligen sich an den „Wilden Wochen Südpfalz“ und bringen im November und Dezember Wildbret aus dem Pfälzerwald, dem Bienwald und den Rheinauen auf den Tisch. Die Häuser sind mit einem entsprechenden Schild markiert und werden von den Tourismusvereinen Südliche Weinstrasse e.V. und Südpfalz Tourismus Landkreis Germersheim e.V. sowie dem Büro für Tourismus der Stadt Landau mit einem Flyer beworben und auf der Webseite www.soschmecktdiesuedpfalz.de/wildewochen angezeigt. Unterstützt wird die Aktion von den Kreisgruppen Germersheim und Südliche Weinstraße des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V.
Hier gibt’s Wild aus der Region: Restaurant Kurhaus Trifels, Annweiler, Zur Alten Gerberei, Annweiler, 1A Die Kochschule, Bellheim, Ritterhof zur Rose, Burrweiler, Restaurant Schneider, Dernbach, Gaststätte Hahn, Dernbach, Hotel Pfälzer Hof – Restaurant Garten Eden, Edenkoben, Landgasthof Klosterstüb’l, Eußerthal, Birkenthaler Hof, Eußerthal, Koch’s Restaurant, Kandel, Hotel zum Riesen, Kandel, Stiftsgut Keysermühle, Klingenmünster, Brasserie Wein & Dein im Parkhotel, Landau, Restaurant Null 41 Par Terre, Landau, Hotel Restaurant Waldhaus Wilhelm, Maikammer, WeinRestaurant Fritz Walter, Niederhorbach, Zum Bürstenbinder, Ramberg, Gaststätte am Wild- und Wanderpark, Silz, Arens Hotel 327mNN, St. Martin, Hotel Restaurant Winzerhof, St. Martin, Restaurant Consulat des Weins, St. Martin sowie Zur Hofschänke, Winden.

Autor:

Thomas Klein

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