Gedenkfeier anlässlich des 80. Jahrestages der Deportation von Juden in Landau:
Wider das Vergessen

Nur das Notwendigste durften die Landauer Jüdinnen und Juden am Morgen des 22. Oktobers 1940 zusammenpacken. Wertsachen und Ersparnisse mussten sie zurücklassen.
  • Nur das Notwendigste durften die Landauer Jüdinnen und Juden am Morgen des 22. Oktobers 1940 zusammenpacken. Wertsachen und Ersparnisse mussten sie zurücklassen.
  • Foto: Hans-Georg Merkel, Landau
  • hochgeladen von Thomas Klein

Landau. Zwei Stunden – mehr gestanden die Nazis den Landauer Jüdinnen und Juden nicht zu, um ihr Hab und Gut zusammenzupacken, ihre Häuser zu räumen und ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Es war der 22. Oktober 1940 und Gauleiter Josef Bürckel hatte beschlossen, dass die Saarpfalz, zu der Landau zählte, als einer der ersten Gaue „judenfrei“ werden sollte. Nach Ablauf der zwei Stunden wurden die Menschen zuerst im Foyer der Jugendstil-Festhalle gesammelt und dann mit dem Zug ins Lager Gurs in Frankreich deportiert.
Anlässlich des 80. Jahrestags der Deportation wird die Stadt Landau am Donnerstag, 22. Oktober, ab 17 Uhr eine Gedenkveranstaltung mit Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer live aus dem Foyer der Jugendstil-Festhalle streamen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Oberbürgermeister und einer geschichtlichen Einführung durch die Stadtarchivarin, wird die Verlesung der Namen der aus Landau und der Südpfalz nach Gurs deportierten Menschen im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Die musikalische Begleitung übernehmen Peter Damm am Tenorsaxofon und Michael Letzel am Akkordeon.
Wer den Livestream verfolgen möchte, kann dies auf dem städtischen Facebook-Account „Stadt Landau in der Pfalz“ und dem städtischen YouTube-Kanal „Stadt Landau in der Pfalz“ tun.

Autor:

Thomas Klein

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