Amelie Hanewinckel leitet Kinderschutzbund Frankenthal
Kindern einen guten Start ins Leben geben

Amelie Hanewinckel leitet Kinderschutzbund Frankenthal

Frankenthaler. Am 20. September fand dieses Jahr der Weltkindertag in Deutschland statt. Es ist ein Tag, um auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Vor allem das Thema Kinderrechte steht dann auf der Agenda. In Frankenthal kümmert sich der deutsche Kinderschutzbund, Ortsverband Frankenthal, um diese Belange. Hier hat es 2021 einen Wechsel in der Führung gegeben. Geschäftsstellenleiterin Rita Reisinger hat Anfang des Jahres das Zepter an Amelie Hanewinckel (25) weitergegeben. Das Stadtmagazin Frankenthaler sprach mit der jungen Frau über ihre Arbeit und ihre Beweggründe.

Frankenthaler: Frau Hanewinckel, wer sind Sie und wo kommen Sie her?
Amelie Hanewinckel: „Mein Name ist Amelie Hanewinckel, ich bin 25 Jahre alt und in der Südpfalz aufgewachsen, habe in Heidelberg studiert und bin mittlerweile wohnhaft in Mannheim“.

Frankenthaler: Wie kam es dazu, dass Sie die Leitung der Geschäftsstelle übernommen haben?
Amelie Hanewinckel: „Ich habe schon während meiner Studienzeiten die generelle Arbeit vom Kinderschutzbund verfolgt. Ich mag die Kombination aus pädagogischer und politischer beziehungsweise Lobbyarbeit für Kinder. Ich glaube, dass viele Strukturen in unserer Gesellschaft bezüglich Kinder besser mitdenken müssen. Das hat den Kinderschutzbund als Arbeitgeber für mich sehr attraktiv gemacht. Ich arbeite als freiberufliche Pädagogin auch an anderen Projekten mit. Ich bin zum Beispiel an Mannheimer Schulen aktiv. Außerdem studiere ich im dritten Mastersemester Soziale Arbeit mit klinischem Schwerpunkt.
Ich bin seit März – nach toller Einarbeitung von Frau Reisinger – dabei. Frau Reisinger ist dem Kinderschutzbund immer noch sehr verbunden und ich freu mich, immer mal wieder auf ihren großen Wissens- und Erfahrungsschatz bauen zu können“.

Frankenthaler: Was sind Ihre Tätigkeiten?
Amelie Hanewinckel: „Ich besetze unsere Bürozeiten, plane Aktionstage und Veranstaltungen mit und koordiniere alles Mögliche, was rein oder raus muss. Außerdem bin ich als pädagogische Fachkraft für die Koordination und Durchführung der Begleiteten Umgänge und Familienhilfe zuständig und Ansprechpartnerin in pädagogischen Fragen“.

Frankenthaler: „Was sind ihre Zukunftsideen? Wollen Sie beim Kinderschutzbund etwas verändern?“
Amelie Hanewinckel: „Ich möchte weiter darauf aufmerksam machen, Kinder und Jugendliche wahrzunehmen und ihnen ein gutes Leben und Aufwachsen in unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Ich bin sehr begeistert was bisher vom Kinderschutzbund auf ehrenamtlichen Schultern geschafft wurde – daran möchte ich anknüpfen. Ein besonderes wichtiges Thema ist für mich Kinderarmut. Das passte auch zu unserem Aktionstag am 20. September zum Thema „Kinder haben Armut nicht gewählt“.

Frankenthaler: Wie sehen Sie die Lage in Frankenthal? Haben wir viele Kinder, die Unterstützung benötigen?
Amelie Hanewinckel: „Laut statistischem Bundesamt mit Datenbasis des Mikrozensus wächst jedes fünfte Kind in Deutschland in relativer Armut auf, das spiegelt sich auch in Frankenthal wider. Wir schätzen, dass es in Frankenthal rund 1.300 Kinder sind. Als Kind in Armut aufzuwachsen, greift in ganz unterschiedliche Richtungen: Armut wirkt sich auf die soziale und kulturelle Teilhabe aus, aber auch die gesundheitliche Lage von Kindern, die in Armut aufwachsen, ist schlechter. Dann fehlt es teilweise an ganz Profanem wie materieller Versorgung, was man an der regen Nutzung des Kleiderstübchens und den Anfragen zur Unterstützung in der schulischen Erstausstattung sieht. Kinder in Armut brauchen politisch gesetzte, finanzielle Sicherheiten, aber auch niederschwellige Angebote, die Teilhabe ermöglichen. Davon viele – und am besten viele laute Stimmen für Kinder!

Frankenthaler: Auf welche Aktionen darf sich die Stadt in den kommenden Wochen und Monaten vonseiten des Kinderschutzbundes freuen?
Amelie Hanewinckel: „An die laufenden Aktionen (Weihnachtsbaum etc.) knüpfe ich an! Einiges musste durch Corona pausiert werden, aber wir hoffen darauf, im kommenden Jahr unsere Aktionen wieder regulär stattfinden lassen zu können“.

Vielen Dank für das freundliche Gespräch!
gib

Autor:

Stadtmagazin Frankenthaler aus Frankenthal

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