Kommentar

Beiträge zum Thema Kommentar

Lokales

Karle - der Kommentar im "Wochenblatt"
Frage der Perspektive

Manchmal lohnt sich ein Blick über den Tellerrand, auch um die eigene Situation besser einzuschätzen. Gerne – vielleicht ist das nach Jahren der Buddelei auch typisch für Karlsruhe – wird die Lage der Innenstadt als dramatisch beschrieben. Sicher gibt es den einen oder anderen Leerstand, aber die gesamte Stadt ist im Wandel. Sogar Lokalpolitiker, die eigentlich „Werbeträger“ für den Standort sein müssten, läuten das Totenglöcklein für die Kaiserstraße. Viele verkennen aber, dass Investoren und...

Lokales

Karle - der Kommentar im "Wochenblatt"
Kirche als Vorbild

Die Zahl der Kirchenaustritte bleibt hoch, die Abwendung von der „Institution Kirche“ ist eine Art Mode-Trend. Welche gesellschaftliche Scharnier-Funktion Kirche in einer Stadt aber haben kann, zeigt sich auf herausragende Weise mit der Vesperkirche Karlsruhe. Kaum eine andere Gemeinschaft schafft es, soviel ehrenamtliches Engagement für die Ärmsten dieser Stadt zu motivieren – im gesamten Land sind es sogar 38 solcher Vesperkirchen, die nicht nur akut in der Not helfen, sondern auch Vorbild...

Lokales

Karle - der Kommentar im "Wochenblatt"
Das ist eine Chance

Die Welt, zumindest die christliche, blickt auf Karlsruhe. Tatsächlich ist das Treffen des Ökumenischen Rats der Kirchen ein Ereignis, das nur alle acht Jahre stattfindet – und tausende religiöse Repräsentanten an einem Ort zusammenführt. Erstmals findet die Konferenz in Deutschland statt, zum zweiten Mal überhaupt in Europa – und es ist nicht übertrieben, von einem historischen Ereignis zu sprechen. Für die Bevölkerung war in der Stadt bislang wenig zu spüren oder von einem Aufbruch à la...

Lokales

Karles Woche - "Wochenblatt" kommentiert
Abzocke statt Visitenkarte?

Das ZKM ist eines der kulturellen Aushängeschilder der Stadt. Das dachte auch die kulturinteressierte Frau S. aus dem nördlichen Landkreis, die mir ihr „Erlebnis“ geschildert hat. Die Tiefgarage im ZKM wurde von der stadteigenen „Fächer-GmbH“ auf „Autokennzeichen-Erkennung“ umgestellt, sprich: Keine Schranke, der Computer liest das Kennzeichen, man bezahlt, tippt die Nummer ein und fährt – wieder ohne Schranke – aus. Eigentlich eine tolle und innovative Sache, doch der Wechsel auf moderne...

Lokales

Karle - der Kommentar im "Wochenblatt" Karlsruhe
Autos statt Bahnen?

Groß war und ist die Freude über eine „echte“ Fußgängerzone ohne Straßenbahnen in Karlsruhe. Längst haben die Menschen aus der gesamten Region sie als Flaniermeile „erobert“, sie strömen in die City. Am vergangenen Wochenende belebten Gäste aus nah und fern die erneut temporär, diesmal mit Herzen, gestaltete Kaiserstraße. Doch fern von solchen Momenten sieht die Realität dort leider bedenklich aus! Lieferfahrzeug reiht sich an Lieferfahrzeug, Polizei-Einsatzfahrzeuge werden auf Schnelligkeit...

Wirtschaft & Handel

Karle - der Kommentar im "Wochenblatt" Karlsruhe
Kreativität ist gefordert

Die Zeiten für den stationären Handel könnten härter nicht sein. Online-Handel und Corona machen das (Über-)Leben schwer, dazu hatte sich in Karlsruhe ein ganzes Jahrzehnt lang die U-Strab-Buddelei gesellt. Letztere ist endlich Geschichte: Seit dem Eröffnungswochenende bevölkern erfreulicherweise wieder Kauf- und Schaulustige die City – es ist eine „Abstimmung mit Füßen“ zum Thema Kaiserstraße ohne „Straba“. Was aber auffällt: Diese Steilvorlage wird allerdings von vielen Einzelhändlern doch...

Lokales

Karles Woche - das "Wochenblatt" Karlsruhe kommentiert
Kein Bindestrich

Baden-Württemberg ist ein „Binde-Strich“-Bundesland, in dem sich die Bewohner Badens so manches Mal vom Stuttgarter Zentralismus benachteiligt sehen. Das mag der ein oder andere durchaus belächeln, aber im Alltag findet man – auch bei ganz aktuellen Entscheidungen – sichtbare Hinweise, dass so manchem Entscheider in der Landeshauptstadt schlicht das Feingefühl fehlt. Reist man per Zug durch das Ländle, transportiert einen zum Beispiel „Go Ahead“ (wohin eigentlich?) auch unter dem Motto „bwegt“....

Lokales

Karles Woche - das "Wochenblatt" Karlsruhe kommentiert
Keine Ausrede!

Ja, es gab Phasen in den Zeiten mit Corona, in denen man mit voller Überzeugung auf die Verantwortlichen schimpfen durfte: keine Schutz-Masken, zu wenig Tests, ein mieser Impf-Start. Alles Schnee von gestern. Inzwischen ist die Versorgungslage mehr als gesättigt, beim Impfen gibt es freie Termine und auch der noch vor Wochen umkämpfte Impfstoff ist ausreichend vorhanden. Es scheint aber so, dass nur Angst die Menschen „motiviert“. Niedrige Werte sorgen dafür, dass Termine verfallen und die...

Lokales

Karles Woche - der Kommentar im Wochenblatt Karlsruhe
Die Vernunft siegt!

Abstand halten! Dieses knappe Gebot scheint angekommen zu sein – zumindest bei der überwältigenden Mehrheit der Menschen in der Region. Zwar wird bei traumhaftem Frühlingswetter das „Zuhausebleiben“ nicht ganz so ernst genommen, aber es ist wirklich beachtenswert, wie konsequent man „Distanzspazierengehen“ auch umsetzen kann. Die wenigen Unverbesserlichen werden nachbarschaftlich ermahnt oder mit Ordnungsgeld bestraft, gut so! Noch gibt es zwar Sonderregelungen, die sich nicht immer...

Lokales

Karles Woche - der Kommentar im Wochenblatt Karlsruhe
Signalstörung

Am Aschermittwoch ist alles vorbei... Aber noch immer gelingt es dem KVV nicht, in Sachen nachhaltige Mobilität klare Zeichen zu setzen! Kostenfreier ÖPNV auch zu den Umzügen in Karlsruhe oder Durlach: Das wäre mal ein Signal gewesen, nachdem die Testläufe beim Stadtfest und im Advent so großartige Ergebnisse gebracht hatten. Es ist gar kein gutes Zeichen, dass man offensichtlich nur auf politischen Druck handelt – und nicht selbst auf den Gedanken kommt, in Zeiten von bewusst abgeschaffter...

Wirtschaft & Handel

Karles Woche - der Kommentar im Wochenblatt Karlsruhe
Ohrfeige für den Standort?

Die Verlagerung zentraler Funktionen von „Michelin“ nach Frankfurt in die trostlose, austauschbare Hülle eines Flughafen-Bürokomplexes mit dem hochtrabenden Namen „The Squaire“ muss für die Wirtschaftsförderer der Stadt Karlsruhe wie eine Ohrfeige daherkommen. Liest man die Erklärungen der obersten Management-Ebene des Unternehmens, scheint es jedoch so, als hätte die Fächerstadt nie eine Chance gehabt, weil die Entscheidung gegen den bisherigen deutschen Hauptsitz wohl schon längst feststand....

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.