Sonderausstellung „Amipfalz“ widmet sich Einfluss der US-Amerikaner in der Region
Eine Ausstellung – zwei Perspektiven

Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine spannende Spurensuche
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  • Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine spannende Spurensuche
  • Foto: Walter
  • hochgeladen von Wochenblatt Redaktion

Ramstein-Miesenbach. Zehn Objekte stehen auf Podesten, an der Wand sind Fotografien zu sehen. In seiner aktuellen Sonderausstellung „Amipfalz – Zwei Perspektiven“ lässt das Ramsteiner Docu Center bewusst Raum. Raum für die Geschichten seiner Exponate und Raum für ein Stück regionale Geschichte, die das Leben vor Ort maßgeblich geprägt hat.

Seit 70 Jahren ist das US-Militär in der Westpfalz stationiert. „Diese deutschlandweit einmalige Situation hat Einfluss genommen, nicht nur bei der Siedlungsentwicklung, sondern auch auf das Leben der Menschen, auf die Kultur, die Sprache und so vieles mehr. Dem wollten wir auf die Spur gehen. Das war lange überfällig“, beschreibt Michael Geib, Leiter des Docu Centers, die Idee hinter der Ausstellung. „Schnell war klar, dass man für diese Spurensuche zwei Perspektiven benötigt“, beschreibt Geib den Entstehungsprozess.
In der Innenansicht erzählen zehn verschiedene Ausstellungsobjekte ihre je eigene Geschichte, widmen sich Sprache, Kultur, dem Familienleben oder der Entstehung einer Wegwerfgesellschaft.
Die Außensicht bieten die Fotografien des Ludwigshafener Fotografen Günther Wilhelm, der mit seinen Aufnahmen einen Blick auf die Region, zum Beispiel auf den ehemaligen US-Flugplatz in Sembach oder die „Husterhöhe“ in Pirmasens wirft.
Die Fotografien fesseln mit spannenden Perspektiven, mit den verwendeten Entwicklungstechniken entstehen ganz eigene Bildaussagen und Raum für Interpretation. Auf diese geplanten Aufnahmen treffen verschiedene Sofortbildfotografien. Sie halten den Einfluss der US-Amerikaner in der Region fest, dem man täglich begegnet, den man aber in seiner Alltäglichkeit längst nicht mehr wahrnimmt.
So hat man die Möglichkeit, als Besucher die Objekte und Fotografien an sich auf sich wirken zu lassen, auf eine eigene Entdeckungsreise zu gehen oder anhand der zweisprachigen Broschüre in die Geschichte der Exponate und der Region einzutauchen.
„Ein Museum soll keine Reizüberflutung bieten, sondern den Besucher an die Ausstellung heranführen, ihn mitnehmen“, so Geib. Dabei muss man sich bewusst auf die Objekte einlassen, erhält aber auch die Möglichkeit, die Gedanken wandern zu lassen. Wie hervorragend das gelingen kann, bewies kürzlich der Deutsch-Leistungskurs des Ramsteiner Reichswald-Gymnasiums. Die Schüler hatten zu den Exponaten eigene Kurzgeschichten geschrieben, die im Rahmen einer Lesung im Docu Center präsentiert wurden. sw

Weitere Informationen:

Die Ausstellung ist bis 25. November, täglich von 14 bis 17 Uhr (außer montags) auf dem Gelände des DCR, Schernauer Straße 46, in Ramstein zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine spannende Spurensuche
Michael Geib
Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Landstuhl

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