Kreistag beschließt Erhöhung der Abfallgebühren für 2020
2021 kommt die Biotonne im Landkreis Karlsruhe

Uwe Bartl, Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft im Landratsamt, (links) und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel geben die Erhöhung der Abfallgebühren bekannt
  • Uwe Bartl, Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft im Landratsamt, (links) und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel geben die Erhöhung der Abfallgebühren bekannt
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Karlsdorf-Neuthard/Region. So richtig wohl schien sich Landrat Dr. Christoph Schnaudigel am Donnerstag nicht zu fühlen, als er gemeinsam mit Uwe Bartl, dem Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft im Landkreis, am Rande der Kreistagssitzung in Karlsdorf-Neuthard die Erhöhung der Müllgebühren für die Jahre 2020 und 2021 bekannt gab - zu viel Hin und Her hatte es in den vergangenen Jahre um die nun notwendig gewordene Einführung die Biotonne gegeben, nun kommt die Einführung parallel zur Bekanntgabe einer Gebührenerhöhung.

Was fest steht: Die Gebühren für die Abfalleinsammlung werden in den nächsten zwei Jahren steigen, wer sich für die Nutzung einer Biotonne entscheidet, wird dabei aber merklich Geld einsparen können. "In den letzten zehn Jahren sind die Gebühren kaum gestiegen, seit sieben Jahren sind sie sogar stabil", betonte der Landrat und ergänzte: "Nun sind die Gebührenüberschüsse aus den vergangenen Jahren aber aufgebraucht und auch die Kosten für Transport und Verbrennung des Abfalls steigen stetig an, so dass diese Gebührenerhöhungen einfach nötig geworden sind." Rund 30 Euro mehr pro Jahr kommen auf die Nutzer einer 80-Liter-Tonne im Jahr 2020 zu, erst 2021 werden sie durch zusätzliche Nutzung einer Biotonne die Möglichkeit haben, über gezielte Mülltrennung Gebühren einzusparen.

Denn 2021 wird sie nun kommen, die Biotonne für den Landkreis Karlsruhe. "Es besteht kein Zwang, aber wer sich für die Tonne entscheidet, kann im Vergleich zur alleinigen Nutzung einer herkömmlichen Hausmülltonne einiges sparen", so Schnaudigel. Man wolle so auch über  das Gebührensystem einen Anreiz für die Mülltrennung und Müllvermeidung schaffen, so ist es auch möglich, eine Biotonne unter Nachbarn gemeinsam zu nutzen. Denn aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass der Hausmüll zu zehn Prozent aus Wertstoffen und zu über 50 Prozent aus Bioabfällen besteht. Wer heute eine Hausmülltonne hat, bezahlt inklusive der wöchentlichen Leerung rund 360 Euro, zukünftig kommen die Gebühren für eine Hausmülltonne und eine Biotonne dann auf rund 308 Euro.

2021 wird die Trennung des Biomülls auch im Landkreis Karlsruhe  kommen

Wer in Zukunft keine Biotonne möchte, kann selbst kompostieren oder seinen Biomüll trennen und selbst zu den Sammelstellen bringen. Gerade die Möglichkeit der eigenen Kompostierung wollen man - aufgrund der ländlichen Strukturen im Landkreis - nicht komplett entfallen lassen. Was den zeitlichen Ablauf betrifft, startet im Frühjahr 2020 eine Bedarfsabfrage zur Biotonne, verbunden mit einer groß angelegten Aufklärungs- und Informationskampagne. Im Herbst sollen die Tonnen, Transportgehälter und Bioabfallsäcke dann an die jeweiligen Besteller ausgeliefert werden, Anfang 2021 startet die Bioabfallsammlung, dazu erhalten die neuen Nutzer Informationen rund um den sachgemäßen Umgang mit dem Biomüll.

Autor:

Heike Schwitalla aus Bruchsal

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