EIGENTÜMER ERHALTEN FÖRDERVERTRAG FÜR FENSTERRESTAURIERUNG
Denkmalschutzstiftung unterstützt Sanierung Bruchsaler Villa

Carmen Theilmann (Lotto-Regionaldirektorin), Susanne Schlindwein, Birgit Geider, Beate Held (Eigentümerinnen) und Annika Ahrens (Vorstandsmitgleid der Denkmalstiftung) mit dem Fördervertrag für das Anwesen Franz-Bläsi-Straße 18
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  • Carmen Theilmann (Lotto-Regionaldirektorin), Susanne Schlindwein, Birgit Geider, Beate Held (Eigentümerinnen) und Annika Ahrens (Vorstandsmitgleid der Denkmalstiftung) mit dem Fördervertrag für das Anwesen Franz-Bläsi-Straße 18
  • Foto: Heike Schwitalla
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Bruchsal. Die großzügige Villa in der Franz-Bläsi-Straße 18 in Bruchsal wurde um 1905 gebaut und hat absoluten Seltenheitswert. Der Bau ist eine echte Rarität, denn er ist als einer der wenigen verschont geblieben von den großflächigen Zerstörungen der Stadt durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg.
Direkt am Schlosspark gelegen, greift der Baustil der Villa in Form um Farbe den des Bruchsaler Barockschlosses auf und empfindet diesen nach.

Historische Villa in Bruchsal gefördert

Die historische Villa ist ein wahres Schmuckstück. Aufwändige Buntsandsteinelemente gliedern die Fassade des zweigeschossigen Gebäudes mit seinem schiefergedeckten Zeltdach. Das malerische Ideal, das um die Jahrhundertwende vorherrschte, wurde beispielsweise durch die Ecktürme mit ihren Zwiebelhauben und die Loggia, die von Säulen gestützt wird, architektonisch umgesetzt.
Aber an dem Bau, der seit mehreren Generationen im Besitz einer Eigentümergemeinschaft ist, nagt der Zahn der Zeit. Sanierungen sind dringend nötig, aber gerade an denkmalgeschützen Gebäuden nicht immer einfach umzusetzen – zum einen braucht es handwerkliche Experten, zum anderen sind solche Arbeiten nicht gerade kostengünstig.

Fenster sollen saniert werden

Besonders die Fenster der alten Villa müssen dringend energetisch saniert werden, andererseits haben gerade die echten Seltenheitswert: Die dekorativen bauzeitlichen Fenster sind fast vollständig im Originalzustand erhalten und bestechen durch filigrane Sprossen, wertvolle Originalbeschläge und teilweise auch durch Farbverglasungen. Ihre schonende Sanierung samt energetischer Ertüchtigung unterstützt jetzt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg mit Fördermitteln der Lotterie `Glücksspirale`. „Das Wohnhaus von 1905 stellt ein eindrucksvolles Beispiel gehobener bürgerlicher Wohnkultur im beginnenden 20. Jahrhundert dar. Die Denkmalpflege misst dem Erhalt solcher Fenster eine hohe Priorität bei“, sagte Ministerialrätin Annika Ahrens, Vorstandsmitglied der Stiftung aus Stuttgart, bei der Übergabe des Zuwendungsvertrages an die Eigentümer am vergangenen Freitag. Und die freuten sich über die Finanzspritze für die anstehende Sanierung. „Wir mussten einen Fensterbauer engagieren, der sich mit solchen alten Einbauten auskennt“, sagt Susanne Schlindwein, eine der Eigentümerinnen, die auch in dem Haus lebt. „Der Kostenvoranschlag geht von einer Investition von mindestens 120.000 Euro aus, das ist schon ein ganz schöner Batzen. Da freuen wir uns natürlich über die Unterstützung der Denkmalstiftung.“

Denkmalschutz unterstützt seit 1985

37 Projekte hat die Stiftung allein im Jahr 2018 unterstützt. Seit ihrer Gründung 1985 waren es mehr als 1.400 Vorhaben, die Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. 60 Prozent davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen. Möglich ist all dies, weil sie Denkmalstiftung neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie `Glücksspirale` erhält.

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