Römerberg

Beiträge zum Thema Römerberg

Lokales

A Poem a Day...
Nachtgesang einer Meerjungfrau

Sanft träume ich in dieser Nacht mich fort auf's weite Meer. Wo Wellenberge rauschen und ins Endlose zieh'n. Der Mond glänzt auf dem Wasserspiegel, sein Schimmer, rein, fast wie Magie. So ewig weit ist alles dies und von fern klingt eine Melodie. Auf einem Stein im Meeresgrunde sitzt eine Nixe wunderschön, mit goldnen Haaren umgewunden singt sie ihr Lied in tiefsten Seen: "Auf Seerosen tanzen im Mondenschein, ach, wie muss dies herrlich sein. Wie Wassertropfen sich in der Strömung taumeln...

Lokales

A Poem a Day...
Liebesgrüße

Vor mir nur ein leeres Blatt Papier, wie gern würd' ich dir schreiben, was in meinem tiefsten drin ich nur für dich spür. Doch Worte und auch Zeichen, sie fehlen, fliehen davon. Mit nichts ist's zu vergleichen, was ich für dich nur spür. Die Hand, die so gern' deine würd' spürn, lässt kraftlos, schwach den Stift hinfallen. Nur ein Kuss haucht der Mund dahin, wo stehen könnt', was ich für dich spür. Vergängliche Momente in Innigkeit verblassen, wie Tusche auf den Wangen. Vor mir das kleine Stück...

Lokales

A Poem a Day...
Mandelblütenzauber

Rosa kleinen Wattetupfen sich aus Frühlingsknospen lupfen. Blumig feine Blütenpracht ist geschlüpft gar über Nacht. Wie ein großer Blumenstrauß, sprießt und blüht's ins Blaue raus. In des Himmels blaue Weiten erstreckt sich nun ein Blütenreigen. Und jedes kleine Blümchen lacht, dem Sonnenschein entgegen, auf Mandelblütenwegen.

Lokales

A Poem a Day...
Wenn der Wind

Wenn der Wind von Süden weht und dein Herz nimmt mit auf Reisen, zu dem kleinen Dorf am Meer, dorthin, wo laut die Möwen kreischen. Wenn der Wind von Süden weht und die Meeresbrise frischt sich auf, die Sonne aus dem Meer aufgeht und kleine Boote zieh'n hinaus. Wenn der Wind von Süden weht und Leichtigkeit liegt in der Luft, die Welt verstummt, die Zeit entschwebt, und ringsumher das Leben.

Lokales

A Poem a Day
Nicht jede Muschel hat eine Perle

Nicht jede Muschel hat eine Perle, doch weiß man's nicht gewiss. Am Meeresgrunde liegend, bezaubernd, wunderschön, sie sich in Anemonen schmiegen, der Strömung sanft entgeh'n. Nun liegen sie im Sande und wandelst Du am Strande, fällt dir die Muschel auf. Perlmutt'ner Glanz und Schönheit erscheint im Tageslicht. So glänz auch meine Seele, wenn in Liebe Du zu mir sprichst. Nicht jede Muschel hat eine Perle, doch bei dir ist es gewiss.

Lokales

A Poem a Day...
Kavaliere küsst man nicht!

Kavaliere küsst man nicht! Doch ist's einmal geschehen, so gibt man sich ahnungslos, verzückt, als war's nur ein Versehen. Kavaliere küsst man nicht! Schon gar nicht bei der Nacht! Denn morgen wird ein andres Herz schon von ihm bedacht. Kavaliere küsst man nicht! Das bringt nur Leid und Schmerzen! Drum übt sich's Fräulein in Verzicht, lässt sich so schnell nicht herzen. Kavaliere küsst man nicht!  Doch grad ist's mir passiert. Der silbern' Schein des Mondeslichts, hat mich dazu...

Lokales

A Poem a Day...
Eine Frühlingsvollmondnacht

Da liege ich im sanften Grase und lausche des Frühlings Flötenton. Ein Hälmchen streift mir um die Nase, ein Falter fliegt in die Nacht davon. Der Frühlingsmond gibt Acht auf mich, zwischen weißen Wolkenkissen. Sternenglanz umspielt mein Gesicht, oh währe ewig, du schönster Augenblick!

Lokales

A Poem a Day...
Herz, nun wag's auch Du

So mutig, zauberhaft, wie Rosen im April, so träumte ich bei Nacht, die Erde lag so still. Dies Sehnen und Hoffen, all Bangen und Warten, mein Herz seht Dir offen, musst nur "Ja" zu mir sagen. So nimm das Glück in deine Hand, verkürz' die Zeit der Träumerei! Auch Amor hat es schon erkannt und schickt Dir einen Pfeil vorbei. Der Liebe Wege sind verworren, doch bei mir findest Du Ruh'. Du bist es, der mir auserkoren, drum sage: "Herz, nun wag's auch Du."

Lokales

A Poem a Day...
Madame Frühling

Madame Frühling lässt sich bitten, hat keine Eile noch in diesem Jahr. Noch liegt die Erde voll von Schnee, Madame scheint unberechenbar. Ein jedes Herz es sehnt sich, nach Frühling, Zärtlichkeit, Natur. Noch weht der Wind noch viel zu frisch und Madame empfiehlt sich, ist zu stur. So gern die Menschenherzen träumen würden unter knospend Bäumen... Drum ford're ich als Ihr Untertan: "Madame, stellen Sie sich nicht so an!"

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