Blick hinter die Kulissen
Tag der offenen Tür beim Heilpädagogischen Wohn- und Beschäftigungsverbund

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Oberhausen-Rheinhausen/Waghäusel. „Wir sind stolz darauf, was wir im Laufe der Jahre alles erreicht haben“, so äußerte sich die Geschäftsführerin des „Heilpädagogischen Wohn- und Beschäftigungsverbunds“ Oberhausen-Rheinhausen, Regine Aberle, Chefin über 85 Mitarbeiter und Verantwortliche für 44 erwachsene „Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung und herausforderndem Verhalten“, so der genaue Terminus. Die Bewohner sind zwischen 20 und 75 Jahre alt.
2004 entstand die Einrichtung, seit 2014 ist das vierte Gebäude des Verbunds in Betrieb. Zunächst gab es das Hauptwohnhaus „Am Kronenberg“ und das Atelier „Am Mähbruch“ als Arbeitsstätte, wo derzeit 38 Frauen und Männer beschäftigt sind. dann wurde das ehemalige Pfarrhaus in Rheinhausen erworben und umgebaut. Dort hat eine ausgelagerte Wohngruppe ihr Zuhause.
In der Kolpingstraße 27, mitten im Ort, sind vor etwa fünf Jahren weitere Wohn- und Aufenthaltsräume für acht Bewohner geschaffen worden. Geradezu überschwänglich lobt Regine Aberle die Bevölkerung von Oberhausen-Rheinhausen und spricht von einer „höchst erfreulichen Akzeptanz und Unterstützung“.
Bei einem öffentlichen Sommerfest für die ganze Gemeinde mit einem „Tag der offenen Tür“ konnte sich die Bevölkerung eingehend über die Arbeit und die Einrichtungen des Heilpädagogischen Wohn- und Beschäftigungsverbunds (HWBV) informieren. Dabei ließ sich das verantwortliche Team „in die Karten schauen“ und erlaubte den Blick hinter die Fassaden. Überall werde von Integration geredet, doch in Oberhausen-Rheinhausen werde sie erfolgreich gelebt, hieß es. Besonders herzlich gedankt wurde dem damaligen Initiator Michael Roth.
Beim „Tag der offenen Tür“ mit gut 250 Gästen gab es Führungen durch das Haus und das Gelände. Zu sehen war auch eine abwechslungsreiche Ausstellung mit Arbeiten aus dem angegliederten Atelier. Für Kurzweile sorgten das gemütliche Verpflegungszelt, der Barfuß-Pfad, ein Zauberer, ein Bobcat-Bagger, ein Malangebot im Freien der Waghäuseler Künstlerin Anita Medjed-Stumm, ein Armbrustschießen, zwei Verkaufsstände mit eigener Handwerkskunst, das Cafe mit Cafe-Terrasse, ein Infostand und eine Informationswand zu „15 Jahre HWBV“. Die eigene Küche servierte Flammkuchen.
Höhepunkt des reichhaltigen Programms war die Auszeichnung von Jubilaren mit Urkunden: insgesamt fünf Mitarbeiter des Hauses und 18 Bewohner, die von Anfang an hier wohnen und arbeiten.
Die Drei-Mann-Kapelle „un, deux, trois“ und Blasmusiker der Musikvereinigung Oberhausen erfreuten mit flotten Melodien die gutgelaunten Gäste.
Mit einer schönen Geste unterstützte die Faschingsprinzessin Janina Wasow aus Brühl die Arbeit vor Ort. Die junge Dame übergab eine Spende von 150 Euro.

Autor:

Werner Schmidhuber aus Waghäusel

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