Walter Sattel und seine neue Ortschronik
Erlebbare Geschichte

Ortsbürgermeister Heiner Dopp studiert das der neuen Ortschronik von Walter Sattel zugrundeliegende Bildmaterial.
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Meckenheim. Eine wahre Fleißarbeit hat Autor Walter Sattel in der Rekordzeit von zwei Jahren absolviert: 350 Seiten umfasst die reich bebilderte neue Chronik über die Gemeinde Meckenheim. „Mit der Weiterschreibung der Meckenheimer Ortsgeschichte geht ein großer Wunsch der Gemeinde in Erfüllung. Der erste Band von Georg Feil endet mit dem Jahr 1964. Seitdem hat sich Meckenheim weiterentwickelt und verändert“, freut sich Ortsbürgermeister Heiner Dopp.
Walter Sattel ist zwar kein Meckenheimer, hat aber als leidenschaftlicher Hobby-Historiker bereits vor zwei Jahren das Familienbuch herausgebracht und bei dieser Gelegenheit viele Kontakte geknüpft und sich mit der Ortsgeschichte vertraut gemacht. So konnte er der Bitte von Ortsvorsteher Heiner Dopp nicht widerstehen, der 1965 erschienenen alten Ortschronik eine neue hinzuzufügen.
„Die Arbeit entpuppte sich als nicht so ganz einfach“, erläutert Sattler, „denn viele Dokumente wurden nach dem Zweiten Weltkrieg vernichtet“. Außerdem galt es gewaltige Lücken zu schließen - „so wurde auf lediglich einer Seite in der alten Chronik des Meckenheimer Heimatforschers Georg Feil das politische Geschehen zwischen 1815 und 1945 abgehandelt“, so Sattler. Insbesondere für die Aufarbeitung des sogenannten 3. Reiches war die Zeit damals offensichtlich noch nicht reif. So wurden zum Beispiel die Naziherrschaft und Judenverfolgung völlig ausgeklammert.
Neben eigenen Recherchen benutzte der Autor für die Zeit von 1965 bis 1988 zwei wertvolle Quellen aus Meckenheim. Zum einen handelte es sich um die von Johanna Priester verfasste Festschrift zur 1.200-Jahrfeier, zum anderen um die Broschüre „1.200 Jahre Weinbau in Meckenheim“ von Oskar Metzger. Überhaupt liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, auf der rasanten Entwicklung der Gemeinde und auf dem weiteren Schicksal der Verein, wie Walter Sattel in seinem Vorwort erklärt.
Bei seinen Forschungen griff Sattler auf Vorarbeiten eines Studenten zurück, die zwar inhaltlich wenig weiterhalfen aber zumindest wertvolle Hinweise auf Sekundärliteratur enthielten. Außerdem stand ihm neben der Befragung zahlreicher Zeitzeugen das Landesarchiv Speyer hilfreich zur Seite.
Erstmals erwähnt wurde der Name des Ortes in einer Urkunde
des Klosters Lorsch. „Natürlich ist die Geschichte Meckenheims
viel älter“, erläutert Sattel. So stammen die ältesten Zeugnisse
menschlichen Lebens in Meckenheim aus der jüngeren Steinzeit. „Gegenüber vor 50 Jahren hat sich die Blickrichtung der
Historiker was die Ausgrabungen
und die Rückschlüsse daraus betreffen, deutlich geändert, zum Beispiel bei der Beantwortung der Frage, wann der erste geschlossene Ort entstand“, weiß Sattler. Der Ortsname, der sich im Laufe der Jahrhunderte von Mackinheim über Meckinheim zu
Meckenheim wandelte, geht übrigens auf den damals bedeutenden Hof des Macko zurück. „Darum heißt unser Meckenheimer Maskottchen in Gestalt eines Löwen auch Macko“, erklärt Dopp schmunzelnd.
Die neue Ortschronik umfasst 350 Seiten und kostet 22 Euro. Sie ist erhältlich bei der Ortsgemeinde: Rathaus, Hauptstraße 58, 67149 Meckenheim, Telefon 06326 219.pac

Ortsbürgermeister Heiner Dopp studiert das der neuen Ortschronik von Walter Sattel zugrundeliegende Bildmaterial.
Autor Walter Sattel.

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