Damenhandball Bundesliga Saison 2020/21
Samira Brand und die Ketscher Kurpfalz Bären sind chancenlos in der Erdgas-Arena in Halle (15:29)

Sarah Brand, Mittelfeldregisseurin. Blieb blass, konnte keine großen Impulse setzen. Vielleicht hatte das Team noch die Niederlage und das schwere Spiel von Neckarsulm in den Knochen...
Wolfgang Merkel/ FotoArchiv Merkel+Merkel
  • Sarah Brand, Mittelfeldregisseurin. Blieb blass, konnte keine großen Impulse setzen. Vielleicht hatte das Team noch die Niederlage und das schwere Spiel von Neckarsulm in den Knochen...
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450 Kilometer Anreise steckten den Kurpfalz Bärinnen wohl noch sichtlich in den Knochen und der übliche Spaziergang vorm Spiel schien die Müdigkeit auch nicht aus den Knochen vertrieben zu haben, denn nach gut sieben Minuten stand es in der wunderbaren Erdgas-Arena bereits durch einen Treffer in eben der siebten Minute von Swantje Heimburg (RA) von den Wildcats aus Halle bereits 7:1 für den Gastgeber in der mit 200 zahlenden Zuschauern "gefüllten" Arena, die in normalen Zeiten 1200 Besuchern Platz böte...

Das bedeutete, dass Cecilie Woller und Helena Mikkelsen ihr junges Team anschließend relaxt zum Sieg führen konnten, denn angesichts des desaströsen Zustandes des Teams der Kurpfalz Bärinnen in der ersten Hälfte war eine Aufholjagd in großem Stil nicht mehr drin.

Es ging auch munter so weiter und zur Pause führten die Hallenserinnen nach einem Treffer von Swante Heimburg (RA) in der 30. Minute mit 18:7. Ein Debakel schien sich anzukündigen. Ein Klassenunterschied war in der ersten Hälfte zu konstatieren, des Weiteren, dass Ketsch gegen die solide, aufopferungsvoll verteidigende Hallenser Defense keine Lösungen fand, zu viele technische Fehler machte und schwach, teilweise auch naiv warf (Sina Michels, Lara Eckhardt, Rebecca Engelhardt).

In der Hallenser Truppe überragten die Spielmacherin Cecilie Woller, im Rückraum rechts Helena Mikkelsen, auf Rechtsaußen Swante Heimburg und im Tor war Anica Gudelj nur selten zu bezwingen...Die 19jährige Lara Lepschi aus dem eigenen Nachwuchs stand ihr , als sie in der zweiten Halbzeit für sie kam, nicht viel nach.

Da die zweite Hälfte nur mit 11:8 an die Union ging, kann man freundlicher Weise analysieren, dass Ketsch in der zweiten Halbzeit wacher, gefestigter auftrat. Und in der Tat Ketsch steigerte sich, Saskia Fackel, Lena Feiniler und Cara Reuthal, die 3 Siebenmeter verwandelte und ein Feldtor erzielte, hielten dagegen. Sina Michels lief allerdings weiterhin neben sich her, Lara Eckhardt ist im Moment außer Form, die Rückraumwürfe von halblinks kamen nicht und Samira Brand und Lea Marmodee konnten dem Spiel Rückraum Mitte keinen großen Impulse geben.

Die letzten 10 Minuten kam bei Ketsch noch Katja Hinzmann halblinks zum Einsatz, um Erfahrung zu sammeln.Mit einem wunderbaren Heber verkürzte sie zum 28:15, um eine Minute später, nach Foul an Alexandra Mazzucco (RA), zwei Minuten zu kassieren.
Ups and Downs...

2 Sekunden vor Schluss machte dann die 18jährige Julia Redder (RL) mit dem 29:15 den Deckel auf das Match.

Mit dieser überdeutlichen Niederlage verließen die Kurpfalz Bärinnen die Hallenser Platte und die 450 Kilometer lange Rückfahrt dürfte noch etwas schwerer Fallen (1), als die lange Hinreise.

Mit dieser deutlichen Niederlage dürfte man über Nachtden letzten Tabellenplatz einnehmen, denn die 14 Tore Differenz dürften sich sehr negativ auf den Tabellenplatz auswirken. 0:8 Punkte und ein Torverhältnis von 82:125 , -43...
Mainz spielt morgen in Blomberg-Lippe, dürfte aber keine Chance haben irgend etwas mitzunehmen, wird also die Kurpfalz Bärinnen am Tabellenende weiterhin begleiten...

Ein halbwegs erträgliches Torverhältnis wäre für Ketsch auch bei der Endabrechung im Mai 2020 nicht unwichtig, wenn es vielleicht um den Relegationsplatz geht und Punktegleichheit angesagt wäre...

Für Adrian Fuladdjusch beginnt die entscheidende Phase des Kampfes gegen den Abstieg mit dem Heimspiel am 1.11. versus die Flames in der Neurotthalle. So soll er sich, laut Thara Sieg, Co-Kommentatorin für Sportdeutschland.TV vor dem Match in Halle geäußert haben.
In den Spielen gegen Bietigheim (7.10.), gegen Metzingen (17.10.) at home und auswärts in Dortmund (21.10.) rechnet er sich verständlicher Weise nichts aus. In diesen Begegnungen soll die Mannschaft sich weiterentwickeln, sollen Jule Haupt, Katja Hinzmann, Cara Reuthal, Amelie Möllmann Erfahrungen sammeln, Einsatzzeiten bekommen, um zu lernen...von Kelly Dulfer, Marlene Zapf, Kim Naidzinavicius, Xenia Smits und Co...

Am 1.11. dann im Lokalderby versus die FLAMES um Mittelfeldregissuerin Lisa Friedberger, das normaler Weise 1200 zahlende Zuschauer sehen würden, solle dann angefangen werden zu punkten...

Die Torschützinnen:
Halle: Heimburg 7, Mikkelsen 5, Gruber 4,  MARIJA Gudelj 2, Funke 2/1, Boonkamp 2/1, Woller 2, Lepschi 1, Rwedder 1, Nowak 1, Winkler 1, Mazzucco 1

kETSCH. Reuthal 4/3, Feinler 3, Fackel 3, Fabritz 2, Brand 1, Engelhardt 1,Hinzmann 1

Bste Spielerinnnen
bei Halle >> Cecilie Woller, Helena Mikkelsen, Swantje Heimburg und Anica Gudelj

bei Ketsch >> Cara Reuthal, Lena Feiniler und Saskia Fackel

1) Der Artikel wurde programmiert, als die Kurpfalz Bärinnen in Bus & PKW wieder die Heimat ansteuerten. Deshalb das Präsens als Zeitform !

Wolfgang Merkel aus Haßloch

Autor:

Wolfgang Merkel aus Haßloch

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