Magazin Waldemar

Genusswanderung auf dem Königstuhl in Heidelberg
Wie ein Urlaubstag

Bergbahn auf den Königstuhl
  • Bergbahn auf den Königstuhl
  • Foto: Jan Becke/stock.adobe.com
  • hochgeladen von Roland Kohls

Von Roland Kohls

Wandern. Das Wetter ist für einen Wintertag ungewöhnlich mild, die Sonne scheint, als wir uns auf den Weg machen. Nach gut einem Kilometer erreichen wir eine Bank, die wir für eine erste Rast nutzen. Wir sind sechs Freunde, die gerne feiern. Sehr lange sind wir noch nicht unterwegs, der Weg führt sanft bergab. Aber die mitgebrachten Butterbrote und die Schorle locken doch gewaltig. Und schließlich war die Wanderung auf dem Königstuhl in Heidelberg eine echte Schnapsidee. Die Schorle schmeckt, die Stimmung steigt und wir ziehen weiter.

Alte Bergbahn bringt uns auf den Königstuhl

Die Tour hat schon wie ein echter Urlaubstag begonnen. Nach der Anreise mit der Bahn, ist es von der Heidelberger S-Bahn-Haltestelle „Altstadt“ nicht weit zur Talstation der Heidelberger Bergbahn, mit der wir auf den Königstuhl fahren. Auf dem unteren Teil bis zum Heidelberger Schloss verkehrt eine blitzneue Bahn mit Panoramascheiben. Am Schloss dann steigt man für die Fahrt bis zur Bergstation um in eine alte Bergbahn aus Holz, die nicht nur Höhenmeter, sondern auch nostalgische Gefühle macht. An der Bergstation angekommen, genießen wir den Blick über Heidelberg, über das Neckartal bis Mannheim mit dem Pfälzerwald am Horizont.
Vorbei an der Landessternwarte Königsstuhl, die ein wenig wirkt wie ein Ufo, das hier im Wald gelandet ist, geht es weiter durch den lichten Mischwald. Die Möglichkeit einer Abkürzung am Leopoldstein lassen wir verstreichen und wandern weiter bis zum Wanderparkplatz an den Drei Eichen, von dem verschiedene Wege starten – Gelegenheit für eine weitere Rast. Der kleine Aussichtsturm Posseltslust bleibt uns leider verschlossen, bietet sonst aber Wanderern einen einmaligen Blick über das Kraichgau. Durch eine Streuobstwiese schlendern wir weiter bergab, wieder über Pfade durch einen idyllischen Wald bis zur Klausensteinhütte. Hier werden Käsewürfel und Salamistücke gereicht und die Schorle schmeckt noch immer. Nach dem Wanderführer braucht man zwei Stunden für diese acht Kilometer lange Strecke. Wir sind nun schon fast vier Stunden unterwegs.

Endspurt zur Bahn

Auf den letzten drei Kilometern zurück zur Bergstation sind dann fast alle der 215 Höhenmeter zu bewältigen. Nun wird es langsam aber sicher dunkel, die letzte Bahn fährt um 17.28 Uhr und für einen Endspurt fehlt uns die Kraft. Doch da leuchtet etwas, weit kann es nicht mehr sein. Als wir nach zwölfeinhalb Kilometern an der Station der Bergbahn ankommen, ist es stockfinster, nur der Pfälzerwald scheint zu brennen, so spektakulär versinkt die Sonne am Horizont. 17.25 Uhr, gleich fährt die Bahn das letzte Mal an diesem Tag ins Neckartal hinunter – Punktlandung!

Auf großer Fahrt
Autor:

Roland Kohls aus Ludwigshafen

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