Englandfahrt der IGS Rockenhausen
Besondere Momente in „Great Britain“

Die Englandfahrt war für alle ein Erlebnis  Foto: ps

Rockenhausen. Kalt, regnerisch und stürmisch – so begann die Englandfahrt in diesem Jahr. Dieses Wetter wird gemeinhin mit England in Verbindung gebracht, doch das Gegenteil war der Fall: Bei der Abfahrt in den frühen Morgenstunden des 23. Septembers war es das deutsche Wetter, das stark zu wünschen übrig ließ. Unverdrossen wurden die besten Plätze im Bus gesichert und das doppelstöckige rote Gefährt – eine Hommage an das Reiseziel? – machte sich auf den Weg zur französischen Nordküste. Am Fährhafen von Calais war das Wetter etwas trockener, aber noch stürmischer als wenige Stunden zuvor in Rockenhausen. Für die Überfahrt mit der Fähre bedeutete dies einen beeindruckenden Wellengang und stärker torkelnde Personen als am heimischen Herbstfest. Die Schüler und Lehrer konnten sich aber erfolgreich gegen allzu starke Symptome der Seekrankheit wehren. Bevor die Fähre bei Dovers Kreidefelsen anlegte, hatte sich das Wetter schon merklich beruhigt und die Gruppe konnte traumhaftes Spätsommerwetter genießen.
Die Ankunft in Worthing, das ähnlich groß wie Kaiserslautern ist und in unmittelbarer Nachbarschaft des berühmten Seebades Brighton liegt, gestaltete sich etwas hektisch, aber recht reibungslos. Alle Mitglieder der Reisegruppe waren in Gastfamilien untergebracht und wurden am Treffpunkt abgeholt. Den Rest des Abends über hatten alle Gelegenheit, die Gastgeber etwas kennenzulernen und sich von den Reisestrapazen zu erholen.
Bei strahlendem Sonnenschein ging es am nächsten Tag zur Stadtrallye nach Brighton. Die Schülerschar hatte kurz Gelegenheit sich mit den wesentlichen Orientierungspunkten vertraut zu machen und wurde dann in Kleingruppen aufgeteilt, um die Stadt auf eigene Faust näher kennenzulernen. Gerade das bunte Viertel der sogenannten Laines war eine besondere Erfahrung – viele sehr individuelle und ungewöhnliche Läden luden zum window shopping ein. Um auch dem kulturellen Aspekt dieser Reise Rechnung zu tragen, gab es am Nachmittag einen Besuch des Royal Pavillon, einem exotischen Palast, in dem vor allem König George der IV. entspannte Stunden verbrachte (die Schüler konnten die Zeit dort womöglich nicht in selben Maße genießen).
Am Dienstagmorgen wurde Worthing besichtigt und so bekam man einen besseren Eindruck von der Heimat der Gastfamilien. Kurz vor der Mittagszeit fuhr der Bus mit der Gruppe in Richtung London ab. Vor der Tate Gallery stieg eine ortskundige Fremdenführerin zu, die das Kunststück fertigbrachte, eine Stadtrundfahrt im Bus sehr kurzweilig und gerade für die Schüler interessant zu gestalten. Ziel dieser Rundfahrt war das Lyceum Theatre, in dem der Höhepunkt des Tages wartete: das Musical Der König der Löwen. Alle Besucher waren von den Schauspielern, der tollen Musik, den farbenprächtigen Kostümen und den eindrucksvollen Bühnenbildern begeistert!
Ein weiterer fester Bestandteil der Englandfahrt ist die Wanderung entlang der Seven Sisters. Dabei wird das Durchhaltevermögen der Gruppe auf die Probe gestellt, denn der malerische Weg entlang der Kreidefelsen ist sehr hügelig. Da das Wetter in diesem Jahr wirklich ausgezeichnet war, wagten sich einige Schüler sogar für eine kurze Erfrischung ins Meer.
Nachdem die letzte Nacht in der Gastfamilie verbracht worden war, galt es sich ein letztes Mal am Treffpunkt zu versammeln und den Bus zu beladen. Als alle abfahrtbereit waren, stellte sich heraus, dass der Bus nicht mehr starten konnte – es wurde aber schnell ein Plan B gefunden: An Stelle der Busfahrt stieg die Gruppe auf den Zug um. So konnte die Verspätung durch die Planänderung aufgeholt und der Termin im London Eye eingehalten warten – just in time. Im Anschluss an die beeindruckende Fahrt im Riesenrad und einem kurzen Film im dazugehörigen Kino begann die nächste Wanderung im Großstadtdschungel. Der Weg führte die Themse abwärts bis zur Tower Bridge, dort über den Fluss und vom Tower am anderen Ufer mit der Tube zum St. James’s Park und schließlich zum Domizil der Queen, dem Buckingham Palace. Die Schüler sowie Begleiter glänzten auch an diesem Tag mit einer schier unendlichen Kondition und spulten Kilometer um Kilometer Fußweg ab. Am Piccadilly Circus endete dann die gut siebzigköpfige Polonaise und die Schüler konnten auf eigene Faust London erkunden. Als am Abend alle wieder versammelt waren, war das nächste Ziel der Bus, der etwas außerhalb an der O2 Arena stand. Mit etwas Überraschung wurde dort festgestellt, dass drei Personen nicht in die U-Bahn eingestiegen waren, aber das London erfahrene Lehrpersonal blieb ruhig und konnte die etwas verzweifelten Schüler wieder einsammeln und rechtzeitig zum Bus bringen. Der Rest der Rückfahrt verlief problemlos und am Freitagmorgen empfing Rockenhausen die erschöpften Reisenden mit Sonnenschein. Ein Lob soll der Schülergruppe ausgesprochen werden, die das abwechslungsreiche Programm gut annahm und sich jederzeit gut verhielt.
(John Steinbecks Worte: „People don't take trips… trips take people“ bezeichnen diese Reise sehr gut: Sie fühlte sich nicht wie eine lästige Pflichtveranstaltung an; man konnte an jedem Ort besondere Momente erleben). ps

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