Viele Hände und Organisationen helfen
Ausweitung der Unterstützung für Rheinland-Pfalz

„Die Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erschüttern und besorgen uns sehr. In dieser ernsten, schwierigen Situation ist es selbstverständlich, dass wir länderübergreifend Solidarität zeigen", so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
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  • „Die Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erschüttern und besorgen uns sehr. In dieser ernsten, schwierigen Situation ist es selbstverständlich, dass wir länderübergreifend Solidarität zeigen", so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
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Hilfe. „Das Hochwasser hat in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. In dieser Lage ist es für uns selbstverständlich, kräftige und entschlossene Hilfe zu leisten", betonte Innenminister Thomas Strobl am Donenrstag (15.7.) - und seitdem läuft die Hilfe auf vielen Kanälen!

Viele packen an
Ob Einsatz des Polizeihubschraubers mit Feuerwehrleuten des Höhenrettungsdienstes der Berufsfeuerwehr Stuttgart oder Rettungshubschrauber Christoph 54 mit Luftrettern der Bergwacht Schwarzwald, die rund 40 Menschen vor den Fluten gerettet haben, dazu wurden aus dem Ländle die Unterstützung kontinuierlich ausgeweitet, zum Wochenende waren weitere rund 600 Einsatzkräfte von Sanitätsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk zur Unterstützung vor Ort. Am Freitag waren zum Beispiel rund 100 Krankentransportwagen mit 200 Einsatzkräften der Hilfsorganisationen sowie Führungsfahrzeuge aus Baden-Württemberg im Einsatz, dazu 15 Hochwasserzüge der Feuerwehren mit insgesamt rund 300 Einsatzkräften, rund 130 Helfern des THW, etliche der Landesfeuerwehrschule und des Regierungspräsidiums Karlsruhe als Verbindungspersonen, Polizeihubschrauber und viele weitere freiwillige Helfer. „Unsere Helfer berichten von einer dramatischen Situation vor Ort: Es gibt zahlreiche tote und vermisste Menschen und zerstörte Gebäude. Die Lage ist unübersichtlich, Strom- und Trinkwasserversorgung sind ausgefallen, es gibt kein Mobilfunknetz", so Strobl.

Hilfe aus vielen Bereichen
Parallel dazu wurde der „Zug Hochwasser Karlsruhe Land“ des Katastrophenschutzes des Landkreises Karlsruhe, bestehend aus einem Kommandowagen, einem Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz, einem Rüstwagen mit Boot, einem Gerätewagen-Transport sowie einem Mannschaftstransportwagen entsandt. Dazu sind etliche Einsatzkräfte des Fachdiensts Sanität und Betreuung, gestellt durch die Hilfsorganisationen DRK Kreisverband Karlsruhe und ASB Region Karlsruhe sowie Einsatzkräfte von Freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis Karlsruhe im Einsatz.

Infrastruktur stark betroffen
Die Feuerwehr Karlsruhe entsendet auf Anforderung des Innenministeriums Baden-Württemberg eine Hochleistungs-Wasserförderungskomponente (HFS) zur überörtlichen Hilfeleistung in das Katastrophengebiet nach Rheinland-Pfalz. Das Modul besteht aus Kräften aus den Abteilungen Knielingen und Neureut der Freiwilligen Feuerwehr. Geführt wird die Komponente durch eine Führungskraft der Berufsfeuerwehr. Insgesamt werden 5 Fahrzeuge mit 20 Einsatzkräften entsandt. Die Karlsruher Feuerwehr berichtet von katastrophalen Zuständen der Infrastruktur, einer sehr betroffenen Bevölkerung und sehr stark belasteten örtlichen Einsatzkräften.

Bevölkerung hilft
An zahlreichen Stellen in der Region werden auch Sachspenden angenommen, die direkt an Betroffene im Unglücksgebiet gehen. Eine der Koordinierungen hat zum Beispiel das DRK übernommen, andere Einrichtungen nehmen auch Sachen an.

Auch die Kreishandwerkerschaft organisiert Hilfe
"Zurzeit ist beispielsweise das Gebiet in Ahrweiler nur mit Spezialgerät und Hubschraubern erreichbar", schildert Frank Zöller, Kreishandwerksmeister der Region Karlsruhe, der in engem Kontakt zur Kreishandwerkerschaft vor Ort steht, die Zustände dort: "Oberste Priorität hat momentan, das Gebiet und die dortige Infrastruktur sowie Gebäude zu sichern", erklärt Zöller nach einem Gespräch mit dem dem dortigen Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Ulf Hoffmann. Unterschiedliche Akteure unter Leitung des THW seien bemüht, die Infrastruktur so weit sicherzustellen, dass gefahrloses Durchkommen zu den Betroffenen möglich ist. "Sobald die Zufahrt möglich ist, wird dringend Hilfe benötigt", betont Zöller: Insbesondere die Gewerke Elektro, Sanitär-Heizung-Klima sowie Hoch- und Tiefbau werden an den Einsatzorten dringend zur Unterstützung benötigt. Die "Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe" unterstützt aktuell, Strukturen zu organisieren und die vorhandenen Einsatzzentralen und deren Leitungen zu nutzen, um einen Beitrag zur effektiven Unterstützung leisten zu können.

Autor:

Jo Wagner

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