Magazin meier: taste of culture

„Mannheimer Sommer“ am Nationaltheater
Festivalstimmung in Mannheim

Mannheimer Sommer
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  • Mannheimer Sommer
  • Foto: Christian Kleiner
  • hochgeladen von Roland Kohls

Mannheim. Die Erde ist untergegangen. Fünf Überlebende der Katastrophe durchqueren die Galaxie in einem Raumschiff, das einem ausgehöhlten Meteoriten gleicht und die letzten Überbleibsel von Natur, Kunst und Zivilisation beherbergt. Auf ihrer Reise geraten sie immer wieder in verworrene und skurrile Situationen, während sie das All erkunden und zu ihrer neuen Heimat machen. „Cosmic Drama“ heißt die „Postapocalyptic Space Opera“, eine Produktion des Theaters Basel inszeniert vom französischen bildenden Künstler und Theatermacher Philippe Quesne, die diese postapokalyptische Geschichte beim „Mannheimer Sommer“, dem Musiktheater-Festival des Nationaltheaters, erzählt.

„Cosmic Drama“ heißt die „Postapocalyptic Space Opera“
  • „Cosmic Drama“ heißt die „Postapocalyptic Space Opera“
  • Foto: Martin Argyroglo
  • hochgeladen von Roland Kohls

Mannheimer Sommer im Zeichen der ökologischen Krise

Denn endlich heißt es wieder Festivalluft schnuppern am Nationaltheater Mannheim. Von Donnerstag, 16. Juni bis Sonntag, 26. Juni, ist auf den Bühnen, im Festivalzentrum auf dem Goetheplatz und an weiteren Orten in Mannheim und Schwetzingen wieder Musik zu hören, wird sich ausgetauscht und gefeiert – beim „Mannheimer Sommer“.
In diesem Jahr kreist das Festival thematisch um die ökologische Krise. Das Team rund um Jan Dvořák hat ein spannendes Programm aus Musiktheater, Tanz, Konzerten, Performances, Workshops, Podiumsdiskussionen und mehr zusammengestellt. Die einzelnen Formate setzen sich mit möglichen Wegen aus der Krise und ökologischen Utopien für einen besseren Umgang mit der Natur auseinander. Der Mannheimer Sommer 2022 denkt beides zusammen: Krise und Aufbruch. „Unser Festival versammelt künstlerische Stimmen, die einen Blick auf die Misere werfen und in der Fantasie den ökologischen Neuanfang vorwegnehmen“, heißt es von Seiten des Veranstalters.

Mozarts „Entführung aus dem Serail“ neu interpretiert

In „Black Marrow“ setzt sich etwa die isländische Choreografin Erna Ómarsdóttir mit der Iceland Dance Company mit dem Mark der Erde, dem Erdöl, auseinander. Kraftvolle Bilder entstehen – pulsierende Körper, die eine Einheit mit dem sie umgebenden Erdöl bilden. Filmkomponist Ben Frost, der durch die Titelmusik der Serie „Dark“ bekannt ist, hat die düstere Musik dazu produziert. Und Regisseur Luk Perceval und die Autorin Asli Erdoğan haben eine neue Textfassung von Mozarts „Entführung aus dem Serail“ geschaffen. Sie verleihen Mozarts Singspiel eine philosophische Dimension – ganz ohne orientalische Klischees und humoristische Spielszenen. Stattdessen lassen sie sich von der utopischen Musik Mozarts inspirieren und spüren in den geschaffenen Bildern, neuen Dialogen und Zwischentexten dem Gegensatz von Stille und Betriebsamkeit im brutalen Weltgedränge nach.
Bis 2016 als „Mozartsommer“ bekannt, hat das Musikfestival 2018 einen Neuanstrich bekommen. Als „Internationales Festival für Musik und Theater von Mozart bis heute“ beschäftigt sich das Format mit Musiktheater in all seinen Formen. Mozart - eng mit Mannheim verbunden - steht weiterhin im Mittelpunkt, aber auf dem Programm stehen nicht nur seine Werke, sondern es atmet vielmehr seinen künstlerischen Geist. baj

Infos

Weitere Informationen rund um das Programm des Mannheimer Sommers gibt es unter
www.nationaltheater-mannheim.de/de/mannheimer-sommer

Auf ins Theater!
Autor:

Jessica Bader aus Ludwigshafen

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