Weg frei für das „Zentrum digitaler Wandel“
Mannheim: Land sichert SWR-Gebäude für das Technoseum

Die Gebäude von SWR und Technoseum wurden einst von der Architektin Ingeborg Kuhler als zusammenhängendes Ensemble entworfen und sind über zwei Brücken miteinander verbunden.
  • Die Gebäude von SWR und Technoseum wurden einst von der Architektin Ingeborg Kuhler als zusammenhängendes Ensemble entworfen und sind über zwei Brücken miteinander verbunden.
  • Foto: Technoseum/Zooey Braun
  • hochgeladen von Christian Gaier

Mannheim. Anfang 2017 wurde bekannt, dass das SWR-Studio Mannheim-Ludwigshafen aus seinem derzeitigen Gebäude an der Wilhelm-Varnholt-Allee auszieht. Nach umfassenden Beratungen und Evaluierungen hat das Land Baden-Württemberg nun das Gebäude der Landesrundfunkanstalt abgekauft und ermöglicht es damit dem Technoseum, seine Ausstellungen und Angebote umfassend auszubauen: In direkter Verbindung mit dem Museum soll ab 2023 ein Zentrum für Digitalkompetenz und Zukunftswelten mit bundesweiter Strahlkraft entstehen.

Vom Land Baden-Württemberg wie von der Stadt Mannheim wurde das Technoseum dabei nach Kräften unterstützt: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, das SWR-Gebäude für das Land zu erwerben und danke allen Partnern, die dazu beigetragen haben – ganz besonders dem Finanzministerium“, sagt Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg. „Mit dem Ankauf bietet sich die einmalige Chance, das Technoseum weiterzuentwickeln und das pädagogische Museumskonzept zur Medienkompetenz umzusetzen. Das Technoseum, das mit interaktiven Angeboten und Veranstaltungen insbesondere für Kinder und Jugendliche ein wichtiger außerschulischer Lernort ist, kann mit der Umsetzung des geplanten Konzepts im SWR-Gebäude einen weiteren Beitrag zum konstruktiven Umgang mit der Digitalisierung leisten.“ Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz ergänzt: „Für die langfristige Entwicklung des Technoseum ist der Kauf des SWR-Gebäudes absolut richtig und freut mich sehr. Es bietet sich darüber hinaus die Chance, kurzfristig für ein Erweiterungsprojekt Förderung vom Bund zu erhalten. Für die Stadt Mannheim war es auch von Bedeutung, dass der Stadteingang an dieser Stelle keine unerwünschten Nutzungen erhält.“

Die Gebäude von SWR und Technoseum wurden einst von der Architektin Ingeborg Kuhler als zusammenhängendes Ensemble entworfen und sind über zwei Brücken miteinander verbunden. Doch die beiden Häuser stehen sich auch inhaltlich nahe: Die Mediengeschichte ist ein wichtiges Thema in der Dauerausstellung, für Schulen werden schon jetzt etwa Workshops zur Medienkompetenz angeboten. Speziell die medienpädagogischen Angebote will das Haus vor dem Hintergrund der Digitalisierungsdebatte zukünftig stark ausbauen: „Mit dem zusätzlichen Gebäude bekommen wir eine hervorragende Möglichkeit, unser Museum nicht nur räumlich und inhaltlich, sondern auch zeitgemäß weiterzuentwickeln“, so Technoseum-Direktor Prof. Dr. Hartwig Lüdtke. Das geplante „Zentrum digitaler Wandel“ soll ein nationaler Knotenpunkt für Initiativen und Projekte zur Medienkompetenzförderung werden und den Technoseum-Besucherinnen und -Besuchern rund um die digitale Transformation Orientierung bieten. Bundesweit einmalig ist dabei in Mannheim die Verbindung von historischer Rundfunk- und Fernsehtechnik, aktueller Medienvermittlung in originalen Studios und zukunftsweisender Technik.
Weitere Informationen gibt es auf www.technoseum.de.

Autor:

Christian Gaier aus Mannheim

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