Mannheimer Forum der Religionen
Gemeinsam der Coronatoten gedacht

Stehen für das friedliche Miteinander der Religionen in Mannheim: Geistliche Vertreter des Forums der Religionen (von links) Kantor Amnon Seelig (Jüdische Gemeinde), Dekan Karl Jung (Kath. Kirche), Dekan Ralph Hartmann (Evang. Kirche), Imam und Religionsbeauftragter der Yavuz Sultan Selim Moschee Muhammet Güntay (Muslime) und Ana Zerno Antes (Aleviten).
  • Stehen für das friedliche Miteinander der Religionen in Mannheim: Geistliche Vertreter des Forums der Religionen (von links) Kantor Amnon Seelig (Jüdische Gemeinde), Dekan Karl Jung (Kath. Kirche), Dekan Ralph Hartmann (Evang. Kirche), Imam und Religionsbeauftragter der Yavuz Sultan Selim Moschee Muhammet Güntay (Muslime) und Ana Zerno Antes (Aleviten).
  • Foto: kathma
  • hochgeladen von Christian Gaier

Mannheim. Die geistlichen Vertreter des Forum der Religionen setzen ein Zeichen des Trostes und der Mitmenschlichkeit: Juden, Christen, Muslime und Aleviten kündigten am 14. April beim Wasserturm, dem Wahrzeichen Mannheims, gemeinsam ein interreligiöses Gebet für alle Menschen in der Stadt an. Es wird gebetet vom 15. bis 18. April in den jeweiligen Gotteshäusern. Zugleich ist es als Video ab 18. April auf den social Media-Kanälen präsent.

Die Corona-Pandemie sei eine kollektive Katastrophe und erschüttere besonders diejenigen, die Tote zu beklagen haben, hieß es beim Foto-Termin an der Wasserturm-Anlage. Die Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen, der Schmerz über ein einsames Sterben von Angehörigen und ein Begräbnis in kleinem Rahmen seien individuell und träfen zugleich die ganze Gesellschaft. Deshalb sei es dem Forum der Religionen so wichtig, das Gedenken an die Corona-Toten sichtbar in die Öffentlichkeit zu tragen.

Interreligiöses Gebet in den Gotteshäusern

Mit Blick auf das öffentliche Gedenken von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 18. April nehmen die Religionen in Mannheim alle Verstorbenen mit einem gemeinsamen Gebet in den Blick – unabhängig von der Glaubenszugehörigkeit der Toten und deren Angehörigen. Auf der Terrasse an der Wasserturm-Anlage trafen sich die geistlichen Vertreter des Forum der Religionen, um der Toten zu erinnern und den Trauernden Trost zu spenden – mit einem Gebet, das alle einschließt. Zugleich ist dieses Gebet ein Zeichen für die starke Verbundenheit im Forum der Religionen selbst, denn es wurde interreligiös gemeinsam formuliert.

Im Zeitraum vom 15. bis 18. April wird das Gebet in den Gottesdiensten der Aleviten (Donnerstag), der Muslime (Freitag), der Juden (Samstag) und der Christen (Sonntag) gesprochen abschließend auf den jeweiligen Social-Media-Kanälen publiziert. So verbinden sich die Religionen und Menschen mit dem Anliegen „Wir trauern gemeinsam“ in der ganzen Stadt und darüber hinaus. Ein Video mit dem von den Religionsvertretern gemeinsam gesprochene Gebet wird am 18. April um 9:00 Uhr auf den Homepages und über die Social-Media-Kanäle erlebbar. Dazu haben Juden, Christen, Muslime und Aleviten einen Gebetsausschnitt in ihrem jeweiligen Gotteshaus gesprochen und gefilmt. Diese Sequenzen wurden zu einem gemeinsamen Gebet zusammengefasst.dv/schu

Autor:

Christian Gaier aus Mannheim

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