3. Liga
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Saison 2019/20
Tabellen, Tore, Zuschauer - SV Waldhof in der 3. Liga

SV Waldhof Mannheim. Die Saison der3. Liga 2019/2020 ist vorüber und in seiner ersten Drittligasaison erzielte der SVW einen einstelligen Tabellenplatz. Drei Monate Coronazwangspause und elf Spieltage ohne Stadionbesucher haben diese Saison geprägt. Eine komplette Spielzeit hat allerdings noch mehr Zahlen und Daten zu bieten. Was war gut und was war schlecht? 

Auswärts - richtig gut

Wenn man saisonübergreifend zwei Jahre lang kein Auswärtsspiel verliert, dann landet man auch in der Auswärtstabelle auf den vorderen Rängen. Bis auf Platz drei konnten die Waldhöfer in der Auswärtstabelle klettern. Bei acht Siegen, acht Unentschieden und drei Niederlagen (in Halle, Ingolstadt und Braunschweig).
Am liebsten spielten die Schanzer aus Ingolstadt auswärts, die auf Platz eins stehen. Da bot es sich an, dass man das letzte Spiel auf fremden Platz, gegen einen direkten Konkurrenten bestritt und gewann (0:2 bei 1860 München).
Carl Zeiss Jena war am schlechtesten. Völlig egal ob Heim-, Auswärts-, Hin- oder Rückrundentabelle, Jena rangiert immer auf dem letzten Platz, bei fünf Siegen und acht Unentschieden, eines davon natürlich im Carl-Benz-Stadion (1:1). 

Große Moral - am wenigsten Niederlagen

Keine Mannschaft konnte so oft eine Niederlage abwenden wie der SV Waldhof. Acht mal verlor man, das ist absolute Ligaspitze. Der FC Ingolstadt verbucht neun Niederlagen. Ebenso gab es keine Mannschaft, die öfter Unentschieden spielte wie die Mannheimer. 17 mal teilte man sich die Punkte. Da kann nur der FC Magdeburg mithalten, der genauso oft unentschieden spielte. Klar, dass die direkten Duelle 1:1 endeten. Das mochten beide Teams ohnehin am liebsten (Waldhof acht mal, Magdeburg zehn mal).

Geld schießt Tore

Die zweite Mannschaft des FC Bayern schoß 76 Tore und somit die meisten in der abgelaufenen Saison. Irgendwie auch nicht verwunderlich, wenn man die teuerste Mannschaft hat. Der Marktwert des FC Bayern II lag laut Transfermarkt.de bei 24,5 Millionen Euro (vor der Saison). Zum Vergleich: der FCK hatte mit 7,73 Millionen den zweitteuersten Kader. Da liegt es nahe, dass die Bayern auch den Torschützenkönig stellen. Kwasi Okyere Wriedt schoß 24 Tore, gefolgt vom 36-jährigen Albert Bunjaku (Viktoria Köln) mit 20 Treffern und Philipp Hosiner, 19 Treffer, vom Absteiger Chemnitzer FC. Ein vertragsloser Spieler von einem Absteiger, der Tore schießt, das passt irgendwie ins Beuteschema des SV Waldhof. Die mangelnde Torausbeute war ein echtes Problem bei den Mannheimern (52 Tore). Nur sechs Mannschaften trafen seltener. Unter den ersten zehn Mannschaften schoß der SVW die wenigsten Tore. Entgegen der Devise, mit der Offensive gewinnt man Spiele, mit der Defensive gewinnt man Meisterschaften, belegen dieses Jahr zwei Mannschaften die beiden ersten Tabellenplätze, die jeweils 60 Tore kassierten, aber dafür die meisten Tore schoßen (FCB II 76, Würzburg 71). Ein Aufsteiger, der 60 Tore kassiert, das gab es in der dritten Liga noch nie. 

Fairness zeugt von spielerischer Klasse

Mannschaften, die in der Fairnesstabelle oben standen, spielten in der Regel auch um den Aufstieg. So war es in den letzten Jahren und so ist es auch in der abgelaufenen Saison. Duisburg, Waldhof, Rostock und Würzburg belegen die ersten vier Plätze. Allesamt Mannschaften, die darauf bedacht waren, spielerische Lösungen zu finden und das gegnerische Spiel nicht zu zertreten. Apropos treten, der KFC Uerdingen belegt zum zweiten mal in Folge den letzten Platz in der Fairnesstabelle. Allerdings ist Besserung in Sicht, letztes Jahr kassierte man noch 114 gelbe Karten, dieses Jahr sind es nur noch 96. Der Chemnitzer FC sah am häufigsten gelb, 102 mal. Entgegen den Vereinsfarben, mochte keine Mannschaft rot so gerne, wie der FC Magdeburg. Fünf mal griff der Schiri in die Hosentasche und zeigte den Magdeburgern die rote Karte. Die Spielgemeinschaft aus Sonnenhof Großaspach blieb ihren Trikot-Farben treu und sah am häufigsten gelb/rot, sechs mal.

Zuschauerschnitt - FCK spitze

Wenn dieses Corona-Virus nicht wäre, wäre sicher so einiges anders gelaufen in dieser Saison. Bernhard Trares war nach Abpfiff am letzten Spieltag überzeugt, ohne die Coronapause hätte er den Aufstieg mit dem SV Waldhof geschafft. Preußen Münster hatte einen kleinen Lauf vor der Pause, zwei Siege aus drei Spielen. Vielleicht hätten sie den Abstieg verhindern können. Das kann man natürlich nur mutmaßen. Eine Sache wäre allerdings sicher gewesen, es wären wesentlich mehr Zuschauer in die Stadien gekommen. Der FCK konnte durchschnittlich 19.269 Zuschauer ins Fritz-Walter-Stadion locken, trotz der angespannten Situation rund um den Verein. Die Fanbase ist stark in der Westpfalz. Der Aufsteiger aus Braunschweig liegt dicht dahinter auf Platz zwei, mit 18.366 Zuschauern pro Heimspiel. Waldhof Mannheim belegt Platz sieben, mit durchschnittlich 11.177 Zuschauern. Kein anderer Aufsteiger konnte so viele Fans zu Heimspielen mobilisieren.
Ein Team hätte die Zuschauer aller Heimspiele an einem Spieltag begrüßen können. Bei den Spielen des KFC Uerdingen waren insgesamt 42.102 Zuschauer, die ESPRIT Arena fasst allerdings 54.600 Plätze. Düsseldorf scheint eine Nummer zu groß für Uerdingen.

Die meisten Zuschauer in einem Spiel

Vor der größten Kulisse spielten in dieser Saison natürlich der FCK und SV Waldhof Mannheim. Am 7. Spieltag kamen 36.766 ins Fritz-Walter-Stadion und machten richtig Alarm. Kaiserslautern war so sehr um Gastfreundschaft bemüht, dass man den Nachbarn aus der Kurpfalz sogar zwei Choreografien widmete. 

Das Spiel mit den zweitmeisten Zuschauern fand am 26. Spieltag statt. 23.153 Fans kamen ins Carl-Benz-Stadion um das Derby-Rückspiel zwischen den Buwe und der roten Teufel mitzuerleben. 

Der Zuschauerrekord für ein Spiel in der dritten Liga hält die Fortuna aus Düsseldorf gegen die zweite Mannschaft von Werder Bremen. 50.095 Menschen wollten live dabei sein, als Düsseldorf 2009 wieder in die 2. Bundesliga aufstieg.

Kleiner Etat, aber oho

Mit dem zweitniedrigsten Marktwert ging der SV Waldhof in die Saison 2019/2020. Tabellenplatz neun sprang am Ende dabei heraus, was durchaus achtbar ist. Den selben Sprung konnten die Würzburger Kickers machen. In der Marktwerttabelle standen sie während der Saison auf Platz zwölf (5,38 Millionen). In der Abschlusstabelle belegt man Platz zwei und sicherte sich den ersten direkten Aufstiegsplatz. 

Aluminium

Wie oft kann man in einer Drittligasaison an den Pfosten oder die Latte schießen? 23 mal, so oft hat Sonnenhof Großaspach das Aluminium getroffen. Die meisten Gelb/Roten Karten und potenzieller Gewinner im Lattenschießen, eine Saison zum vergessen für Großaspach. MSV Duisburg und 1860 München folgen auf Platz zwei und drei, mit 21 und 17 Treffern. Den ein oder anderen Pfostenschuss weniger und beide Teams hätten den Aufstiegskampf noch spannender gemacht. 
 

Schönstes Waldhof-Tor 2019/2020

Welches war das schönste Tor des SV Waldhof in dieser Saison? Der SWR hat die Vorarbeit geleistet und die fünf besten zusammengestellt. Welches ist euer Favorit? 

Welches war das schönste Tor des SV Waldhof in der Saison 2019/2020
Autor:

Anouar Touir aus Ludwigshafen

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