Machbarkeitsstudie vorgestellt
Gas geben für regionale Radschnellwege

Radschnellwege sollen den Kfz-Individualverkehr und das Klima entlasten. In Rhein-Neckar sind mehrere Streckenverbindungen geplant, um insbesondere Pendlern freie und zügige Fahrt zu bieten (wie hier im Bild in Niedersachsen bereits realisiert).
  • Radschnellwege sollen den Kfz-Individualverkehr und das Klima entlasten. In Rhein-Neckar sind mehrere Streckenverbindungen geplant, um insbesondere Pendlern freie und zügige Fahrt zu bieten (wie hier im Bild in Niedersachsen bereits realisiert).
  • Foto: Stadt Göttingen
  • hochgeladen von Manuela Pfaender

Metropolregion. Die Metropolregion Rhein-Neckar engagiert sich weiter für die Entlastung der innerstädtischen Verkehre und den Ausbau des regionalen Radwegenetzes. Ende Juni im südhessischen Heppenheim wurde eine Machbarkeitsstudie des Verbands Region Rhein-Neckar (VRRN) vorgestellt zum Ausbau der Radschnellwege zwischen Rhein-Neckar und Rhein-Main. Der Studie zufolge eignen sich besonders die Strecken Mannheim-Viernheim-Weinheim und Bensheim-Heppenheim für Radschnellwege. Das beauftragte Planungsbüro in Darmstadt schätzt die Kosten für einen Ausbau auf 500.000 bis 600.000 Euro pro Kilometer. „Mit der Präsentation der Ergebnisse in Heppenheim haben wir die besten Voraussetzungen geschaffen, im Übergangsbereich zwischen zwei Metropolregionen ein zukunftsweisendes Verkehrsprojekt zu starten. Nun sind die Kommunen gefragt, den Ball aufzunehmen und die aktuell verfügbaren Fördergelder auf Landes- und Bundesebene abzurufen“, so Verbandsdirektor Ralph Schlusche. Eine Radschnellverbindung könne nur ihren Zweck erfüllen, wenn eine Planung über die komplette Strecke gewährleistet sei. Der VRRN böte den Kommunen die nötige Gesprächsplattform, um dies im Dialog mit den Verkehrsministerien zu realisieren, so Schlusche.
Für die Machbarkeitsstudie im Grenzraum zwischen Baden-Württemberg und Hessen wurden ausgehend von den Innenstädten von Darmstadt, Heidelberg und Mannheim Verkehrsdaten analysiert sowie Wegenetze untersucht und befahren. Der VRRN koordiniert gegenwärtig in seinem Zuständigkeitsbereich sechs Korridoruntersuchungen für Radschnellverbindungen.
Ein erster Radschnellweg in Rhein-Neckar wird gegenwärtig vom Bund und dem Land Baden-Württemberg auf der Pilotstrecke Heidelberg–Mannheim mit einer Länge von rund 23 Kilometern finanziert. Insgesamt belaufen sich Planung und Vorbereitung auf knapp 1,2 Millionen Euro. Baubeginn soll 2022 sein. Auf rheinland-pfälzischer Seite laufen derzeit Machbarkeitsstudien von Rheinhessen bis zur Südpfalz – für die Strecken Worms–Ludwigshafen und Schifferstadt–Wörth. mp/ps

Informationen:
www.m-r-n.com/radschnellwege
www.wochenblatt-reporter.de/mrn

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