Angelehnt ans Thema "Fieber" - Vom 20. bis 30. Juni
20. Internationale Schillertage am Nationaltheater Mannheim

Das Tanzstück „Die Bretter, die die Welt bedeuten/Embawo Ezitegeza Ens“.
  • Das Tanzstück „Die Bretter, die die Welt bedeuten/Embawo Ezitegeza Ens“.
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  • hochgeladen von Laura Seezer

Mannheim. Die 20. Internationalen Schillertage finden von 20. bis 30. Juni 2019 am Schauspiel des Nationaltheaters Mannheim statt. „Fieber“ ist ihr Thema, angelehnt an die Malaria, die Schiller in Mannheim befiel, anspielend auf den gesellschaftlichen Fieberwahn, den Schiller Ende des 18. Jahrhunderts dem Europa seiner Tage attestierte, und fragend nach den Fieber- und Erregungskurven unserer Zeit.
„Von Schillers Werk ausgehend zeigen wir, wie Künstler*innen heute auf unsere überhitzte Gesellschaft reagieren. Dabei schauen wir über den europäischen Tellerrand hinaus und beschäftigen uns – auch außerhalb der eigentlichen Theaterräume – mit den verschiedensten Genres“, so Christian Holtzhauer, Schauspielintendant und Künstlerischer Leiter der Schillertage, der das Programm der Öffentlichkeit vorstellte.
Kulturbürgermeister Michael Grötsch: „Die Schillertage sind zu einem renommierten, von Theaterfreunden und Fachpublikum hoch geschätzten Festival geworden. Mit ihrer Jubiläumsausgabe erfahren die 20. Internationalen Schillertage eine Weiterentwicklung – sie werden noch internationaler, innovativer, vielleicht auch noch wagemutiger. Vor allem stellen sie sich den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit und verlieren doch das Werk Schillers als Ausgangspunkt nicht aus dem Blick. Ich freue mich, dass Christian Holtzhauer beim ersten Festival unter seiner Leitung an den vielen neuralgischen Punkten unserer Zeitläufe ansetzt und Friedrich Schiller in den verschiedensten Theaterformen als Arzt, Dichter und Philosoph zu Diagnose und Heilung befragt.“
Eröffnet werden die 20. Internationalen Schillertage am 20. Juni mit einer Neuproduktion des NTM: Schillers Königinnendrama „Maria Stuart“ inszeniert Claudia Bauer, die nach 2017 in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal mit einer Regiearbeit zum Berliner Theatertreffen eingeladen ist. Clemens Bechtel entwickelt für die Schillertage in der Multihalle im Herzogenriedpark als szenischen Parcours sein Überwachungsstück „Mannheim 2.480 oder die subjektive Sicherheit“, und Carina Riedl inszeniert für das Nationaltheater den Roman „Tram 83“ des kongolesischen Schriftstellers Fiston Mwanza Mujila, der einen Eindruck des modernen Afrikas gibt.
Die beiden Choreografen Christoph Winkler und Robert Ssempijja fragen mit dem Tanzstück, „Die Bretter, die die Welt bedeuten/Embawo Ezitegeza Ens“, nach kultureller Dominanz, nicht nur auf Theaterbrettern. Mit der Solo-Tanzperformance „It’s Going To Get Worse And Worse And Worse, My Friend“ übersetzt die Tänzerin Lisbeth Gruwez die Gewalt religiös-politischer Rhetorik in Bewegung. ps

Weitere Informationen:
Schillertage, 20. bis 30. Juni, Nationaltheater Mannheim. Der Vorverkauf für Abonnenten beginnt am Freitag, 26. April, der allgemeine Vorverkauf am Montag, 29. April 2019. Weitere Infos unter www.schillertage.de.

Autor:

Laura Seezer aus Mannheim

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