Ein Freiwilliges Soziales Jahr bei den Maltesern in Karlsruhe
Abitur in der Tasche, aber keinen genauen Plan was danach?

Julia mit ihrer Übungspuppe Anne und ihrem Equipment für ihre Einsätze
  • Julia mit ihrer Übungspuppe Anne und ihrem Equipment für ihre Einsätze
  • Foto: Mareike Kunz Malteser Hilfsdienst e.V. Karlsruhe
  • hochgeladen von Mareike Kunz

Karlsruhe. Letztes Jahr im Sommer. Meine Schullaufbahn neigte sich dem Ende zu und ich war mir immer noch unsicher, was ich im Anschluss von meinem Abitur machen wollte. Nach ein bisschen Recherche, einer Bewerbung und einem Vorstellungsgespräch später war ich eine Freiwillige beim Malteser Hilfsdienst e.V. in Karlsruhe.
Ende August ging meine Ausbildung dann schon los. Zuerst wurde der medizinische Grundbaustein mit der Ausbildung zum Einsatzsanitäter gelegt: Zwei Wochen voller Ergründen von Krankheiten und Üben von Maßnahmen. Damit ich das Gelernte auch gut vermitteln kann, folgte auf den Einsatzsanitäter der Ausbilderblock. Wie der Name schon sagt, lernt man dort, wie man richtig ausbildet. Richtige Körperhaltung vor Gruppen, das Minimieren von Störungen und welche Lernmethoden wann anzuwenden sind.
Nach insgesamt fünf Wochen kam ich in meine Dienststelle: dem Ausbildungszentrum des Malteser Hilfsdienstes in Karlsruhe. Hier beginne ich meine Tage meist mit dem Erledigen der Post, dem Schreiben von E-Mails und der Entgegennahme von Anrufen. Die klassischen Aufgaben einer Freiwilligen eben. Mittags fahre ich an verschiedene Schulen und bilde dort Schulsanitäter aus. Diese können nach einem Jahr Ausbildung auch ihre Mitschüler versorgen.
Ab und zu gebe ich auch Erste-Hilfe-Kurse, wie sie jeder kennt. Gegen halb acht am Morgen, bevor die Teilnehmer ankommen, bereite ich noch schnell den Ausbildungsraum vor: Materialen bereitlegen, Kaffeemaschine starten, die Technik hochfahren und dann kann es auch schon losgehen. Manchmal zieht sich der Kurs etwas, vor allem wenn die werdenden Ersthelfer keine Lust haben. Aber das Ergebnis am Ende ist immer am schönsten: Zwanzig Menschen können jetzt Erste-Hilfe leisten, wenn jemand ein Problem hat. Um 16 Uhr wird dann wieder alles klar Schiff gemacht und für den nächsten Kurs vorbereitet. Die Kurse halte ich zum einen im Ausbildungszentrum der Malteser in Karlsruhe, aber auch bei den Firmen direkt vor Ort in und um Karlsruhe.
Ich würde jedem solch ein Jahr empfehlen. Ich selbst bin jetzt schon- obwohl erst Halbzeit ist- riesig an meinen Aufgaben gewachsen. Neben Selbstbewusstsein und besserer zeitlicher Organisation, habe ich auch im medizinischen Bereich stark dazu gelernt. Ich bekomme viel Einblick in das Arbeitsleben ohne ins kalte Wasser geschmissen zu werden. Durch meine Ausbildung zur Einsatzsanitäterin muss ich auch Praktika beim Rettungsdienst machen, die mir viel Spaß machen und auch dort kann ich mein medizinisches Wissen nochmals erweitern.
Also wer sich noch nicht ganz sicher ist, was er machen will oder einfach ein Jahr tolle und interessante Erfahrungen sammeln möchte, ist bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr / Bundesfreiwilligendienst beim Malteser Hilfsdienst in Karlsruhe genau richtig.

Du hast auch, wie Julia, Interesse an Erste-Hilfe und Notfallmedizin? Du hast Lust Menschen in Not zu helfen oder andere dafür zu schulen? Dann werde Teil unseres Teams als Erste-Hilfe-Ausbilder oder Rettungshelfer (später Rettungssanitäter möglich). Schick uns deine Bewerbung mit kurzem Anschreiben an bewerbung.karlsruhe@malteser.org
Wir freuen uns auf dich!

Autor:

Mareike Kunz aus Karlsruhe

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