Gute Noten für Betriebe – schlechte für Berufsschulen
- Laut der Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern hat ein Fünftel aller Auszubildenden in IHK-Berufen im Land an der Umfrage teilgenommen. (Symbolfoto)
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Rheinland-Pfalz. Viele Auszubildende sind mit ihrem Ausbildungsbetrieb zufrieden. Eine landesweite Befragung der Industrie und Handelskammern zeigt jedoch auch deutliche Kritik an den Berufsschulen.
Rund 75,2 Prozent der mehr als 6300 befragten Azubis würden sich erneut für ihren aktuellen Betrieb entscheiden. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft der Industrie und Handelskammern in Rheinland Pfalz mit. Die Ergebnisse stammen aus einer landesweiten Umfrage zur Ausbildung.
Für die Entscheidung für einen Ausbildungsplatz spielen persönliche Kontakte eine große Rolle. Auch praktische Einblicke in Betriebe sind laut IHK entscheidend für die Berufsorientierung.
Kritik an Unterricht und Ausstattung
Deutlich kritischer fällt das Urteil über die Berufsschulen aus. Mehr als ein Drittel der Befragten ist mit den Rahmenbedingungen dort unzufrieden. Besonders häufig genannt wurden
- fachliche Qualität des Unterrichts
- Ausstattung der Schulen
- Lernumgebung
- Organisation der Stundenpläne
Die berufsbildenden Schulen seien ein zentraler Bestandteil der Ausbildung. Sie müssten ebenso stark gefördert werden wie allgemeinbildende Schulen, erklärte der Hauptgeschäftsführer der IHK Arbeitsgemeinschaft, Arne Rössel.
Viele wünschen sich mehr Anerkennung
Die Umfrage zeigt noch ein weiteres Ergebnis. Mehr als zwei Drittel der Auszubildenden fühlen sich in ihrer Entscheidung für eine Ausbildung gesellschaftlich nicht ausreichend anerkannt. Viele erwarten nach Angaben der IHK mehr Unterstützung aus Politik und Gesellschaft. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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