Gluthitze setzt Freibädern zu: Jetzt schließt auch Trippstadt
- Das Warmfreibad Trippstadt bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Bei einer routinemäßigen Untersuchung wurden in einem Teil des Beckens erhöhte Wasserwerte festgestellt.
- Foto: Tourist Info Trippstadt
- hochgeladen von Erik Stegner
Nach Landstuhl trifft die Hitzewelle nun auch das Warmfreibad Trippstadt. Während dort erhöhte Wasserwerte festgestellt wurden, kämpfte das Naturerlebnisbad Landstuhl mit zu warmem Wasser. Bereits Ende Mai hatte es zudem eine Blaualgenwarnung für den Bärenlochweiher gegeben.
Von Erik Stegner
Landstuhl/Trippstadt. Die anhaltende Hitzewelle macht immer mehr Freibädern und Naturgewässern in der Region zu schaffen. Nach der Schließung des Naturerlebnisbades Landstuhl vor einer Woche am Freitag, bleibt nun das Warmfreibad Trippstadt bis auf Weiteres geschlossen. Grund sind erhöhte Wasserwerte, die bei einer routinemäßigen Untersuchung festgestellt wurden.
Trippstadt bleibt geschlossen
Wie die Verbandsgemeinde Landstuhl mitteilt, wurde das Warmfreibad Trippstadt vorsorglich geschlossen, nachdem das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Kaiserslautern in einem Teil des Beckens erhöhte Wasserwerte festgestellt hatte. Wann das Bad wieder öffnen kann, ist derzeit noch unklar. Darüber will die Verbandsgemeindeverwaltung informieren, sobald die Voraussetzungen für einen sicheren Badebetrieb wieder erfüllt sind.
Landstuhl kämpfte mit zu warmem Wasser
Bereits zuvor musste das Naturerlebnisbad Landstuhl wegen der anhaltenden Hitze vor einer Woche am Freitag schließen. Anders als in klassischen Freibädern wird das Wasser dort biologisch gereinigt und kommt ohne Chlor aus. Hohe Temperaturen können die natürlichen Reinigungsprozesse beeinträchtigen und die Vermehrung von Algen und Mikroorganismen begünstigen. Deshalb wurde der Badebetrieb vorsorglich eingestellt.
Auch der Bärenlochweiher war betroffen
Schon Ende Mai hatte die Verbandsgemeinde Landstuhl während einer mehrtägigen Hitzeperiode vor Blaualgen im Bärenlochweiher gewarnt. Eine grünliche Trübung und Schlieren im Wasser deuteten auf den Befall hin. Blaualgen können giftige Stoffe bilden und sowohl für Menschen als auch für Tiere gesundheitliche Risiken darstellen. Badegästen wurde geraten, trübe Bereiche zu meiden und Haustiere nicht aus dem Gewässer trinken zu lassen.
Extreme Hitze belastet Gewässer
Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie stark lang anhaltende Hitzeperioden die Wasserqualität in Freibädern und Naturgewässern beeinflussen können. Während in Landstuhl zu hohe Wassertemperaturen den Badebetrieb beeinträchtigten, führten in Trippstadt erhöhte Wasserwerte zur vorübergehenden Schließung. Die Verbandsgemeindeverwaltung kündigt an, die Öffentlichkeit umgehend zu informieren, sobald das Warmfreibad wieder geöffnet werden kann. Sie bittet die Besucher bis dahin um Verständnis.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.