Schulstart online: So sinkt das Risiko für Phishing und Fake-Domains
- Beim Schulstart häufen sich Mails zu Logins, Formularen und Lernplattformen. Ein paar einfache Checks helfen, Phishing und Fake-Schulseiten schneller zu erkennen.
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Phishing zum Schulbeginn. Wer E-Mails von „Schule“ oder „Lernplattform“ bekommt, kann mit ein paar einfachen Checks schneller erkennen, ob dahinter ein echter Absender oder eine Betrugsmasche steckt.
Zum Start ins Schuljahr steigt in vielen Schulen der digitale Austausch, von Anmeldungen über Dokumente bis zu Zahlungen und Passwort-Resets. Genau diese Routinen nutzen Angreifer oft aus, weil viele Nachrichten in kurzer Zeit einlaufen und weniger gründlich geprüft wird.
Daten von Check Point Software Technologies Ltd. und den Sicherheitsforschern von Check Point Research ordnen den Bildungssektor weiterhin als weltweit besonders häufig angegriffene Branche ein. Für Juli 2026 nennt Check Point Research im Schnitt 4.848 Angriffe pro Woche auf Bildungseinrichtungen, das entspricht einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Zusätzlich beobachteten die Forscher neu registrierte Internetadressen mit Bildungsbezug wie „Schule“, „Universität“, „Hochschule“ oder „Schüler“. Im Juli 2026 wurden 18.954 neue Domains mit Bildungsbezug gezählt, rund 5 Prozent mehr als im Juni. Auffällig ist laut Check Point Research auch der Anteil bösartiger Registrierungen. Im Juni 2026 war jede 305. Domain mit Bildungsbezug bösartig, im Juli bereits jede 226.
Woran Fake-Schulseiten und Phishing-Mails im Alltag oft zu erkennen sind
Phishing rund um Schule und Lernplattformen zielt häufig darauf, Zugangsdaten abzugreifen oder Zahlungen umzulenken. Typische Alltagssituationen sind „neuer Zugang für das Elternportal“, „Passwort abgelaufen“, „Dokument im Anhang“ oder „Überweisung dringend freigeben“.
- Absender und Domain genau lesen. Betrüger nutzen oft ähnlich aussehende Adressen mit Vertauschungen, Bindestrichen oder zusätzlichen Wörtern. Verdächtig sind auch ungewohnte Endungen, wenn die Schule sonst eine bekannte Adresse nutzt.
- Linkziel prüfen, bevor geklickt wird. Am Computer zeigt ein Mauszeiger oft die Zieladresse an. Unklare Kurzlinks oder abweichende Schreibweisen sind ein Warnsignal.
- Keine Logins über E-Mail-Links. Sicherer ist der Weg über ein gespeichertes Lesezeichen oder die bekannte Startseite der Schule oder Plattform. So wird eher vermieden, auf einer nachgebauten Login-Seite zu landen.
- Anhänge mit Vorsicht behandeln. Besonders bei unerwarteten „Rechnungen“, „Klassenlisten“ oder „Formularen“ lohnt ein zweiter Blick, ob die Nachricht zum Kontext passt.
- Zahlungsaufforderungen intern absichern. Wenn eine Mail Überweisungen, Kontodatenänderungen oder „dringende Freigaben“ verlangt, hilft eine zweite Bestätigung über einen unabhängigen Kanal, zum Beispiel ein kurzer Rückruf über eine bekannte Nummer der Einrichtung.
- Passwörter und Konten sauber trennen. Wenn Eltern- oder Lehrkräfte-Logins nicht bei mehreren Diensten identisch sind, bleibt ein Schaden eher auf ein Konto begrenzt.
Wer schulbezogene Nachrichten im Schulstart-Trubel kurz nach diesen Punkten einordnet, reduziert vor allem das Risiko, auf gefälschte Login-Seiten oder umgelenkte Zahlungsaufforderungen hereinzufallen.
Weitere Details der Quelle sind hier verlinkt: https://ots.de/2thOxL.
Autor:Meike Jakob aus Landau |