Phishing-Anrufe erkennen: Fake-Verbraucherzentrale zielt auf Daten

Bloß keine persönlichen Daten eingeben, wenn die falschen Verbraucherschützer danach fragen. (zu dpa: «Betrüger geben sich als Verbraucherschützer aus») | Foto: dpa
  • Bloß keine persönlichen Daten eingeben, wenn die falschen Verbraucherschützer danach fragen. (zu dpa: «Betrüger geben sich als Verbraucherschützer aus»)
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Phishing-Anrufe. Betrüger geben sich derzeit am Telefon als Verbraucherzentrale aus und versuchen, Menschen auf eine gefälschte Internetseite zu lotsen. Wer dort persönliche Daten eingibt, übermittelt sie direkt an Kriminelle.

Darauf weist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hin. Betroffene berichten von Anrufen, bei denen angeblich Hilfe oder Beratung angeboten wird. Voraussetzung sei jedoch, eine bestimmte Internetseite aufzurufen.

Die Seite wirkt auf den ersten Blick seriös. Sie nutzt Logos der Verbraucherzentrale und ähnelt optisch der echten Website. Tatsächlich handelt es sich laut Verbraucherschützern um eine Kopie mit veralteter Gestaltung, die nur dazu dient, persönliche Daten abzugreifen.

Gefälschte Website sammelt persönliche Daten

Wer auf der nachgebauten Seite Informationen wie Telefonnummer, Name, E-Mail-Adresse oder sogar Bankdaten eingibt, übermittelt diese direkt an die Betreiber der Betrugsseite. Die Daten können anschließend für weitere Betrugsversuche oder unerlaubte Abbuchungen genutzt werden.

Solche Maschen sind nicht neu. Kriminelle treten immer wieder im Namen bekannter Institutionen auf, etwa von Behörden, der Polizei oder Organisationen aus dem Verbraucherschutz. Ziel ist meist, Vertrauen aufzubauen und Menschen zur Preisgabe sensibler Daten zu bewegen.

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Woran sich Betrugsversuche am Telefon erkennen lassen

Die Verbraucherzentrale nennt mehrere typische Situationen, in denen Vorsicht angebracht ist:

  • Unverlangte Anrufe, bei denen sofort Hilfe oder Beratung versprochen wird.
  • Aufforderungen, eine bestimmte Website aufzurufen oder Programme zu installieren.
  • Bitten um persönliche Daten zur angeblichen Bestätigung von Konten oder Verträgen.
  • Druck, schnell zu handeln, etwa um eine Kontosperre zu vermeiden.

Grundsätzlich gilt laut Verbraucherzentrale: Die Organisation bietet keine Beratung an, indem sie Menschen ungefragt anruft. Auch werde niemand am Telefon aufgefordert, persönliche Daten auf der eigenen Website einzugeben.

Was nach einer Datenweitergabe wichtig ist

Falls bereits persönliche Informationen eingegeben wurden, können einige Schritte helfen, mögliche Schäden zu begrenzen:

  • Bankkonten regelmäßig auf ungewöhnliche Abbuchungen prüfen.
  • Die Bank informieren, wenn möglicherweise Bankdaten weitergegeben wurden.
  • Passwörter sofort ändern, falls Zugangsdaten betroffen sind.
  • Neue Passwörter mit mindestens 8 bis 12 Zeichen sowie Groß- und Kleinbuchstaben und Zahlen wählen.

Im konkreten Fall der falschen Verbraucherzentrale gilt deshalb eine einfache Regel: Kommt ein solcher Anruf, lässt sich der Betrugsversuch meist schon durch sofortiges Auflegen beenden.

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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