Tödlicher Unfall auf dem Truppenübungsplatz Baumholder [Update]
- Der Soldat wurde von einem Fahrzeug überrollt und tödlich verletzt. (Archivbild)
- Foto: Harald Tittel/dpa
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UPDATE: Baumholder. Nach dem tödlichen Unfall eines Soldaten auf dem Truppenübungsplatz Baumholder hat die Bundeswehr gemeinsam mit Angehörigen Abschied genommen. Kameraden und Familie kamen zu einem Gedenkgottesdienst zusammen.
„Die Anteilnahme war groß“, sagte ein Sprecher der Artillerieschule Idar Oberstein. Viele Soldatinnen und Soldaten seien weiterhin tief betroffen. „Im Moment sind alle noch unter Schockstarre.“
Der 62 Jahre alte Berufssoldat war am Dienstag, 23. Juni, am Nachmittag bei einem Verkehrsunfall auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes ums Leben gekommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach wurde er von einem Militärfahrzeug überrollt. Der Geländewagen war zuvor unbesetzt abgestellt worden.
Wie genau es zu dem Unglück kam, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung. Geprüft wird unter anderem, ob das Fahrzeug beim Abstellen ordnungsgemäß gesichert war. Ein technisches Gutachten wurde in Auftrag gegeben. Außerdem wurde eine Obduktion beantragt. Der Offizier erlitt bei dem Unfall so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Ganzer Bundeswehr Standort betroffen
Der Soldat nahm im Rahmen einer Ausbildung an einem Lehrgang vor Ort teil und gehörte zur Artillerieschule in Idar Oberstein im Kreis Birkenfeld. Dort arbeiten rund 350 Menschen. Darunter sind etwa 50 zivile Beschäftigte. Das Unglück trifft den gesamten Bundeswehr Standort in der Region. In Idar Oberstein ist auch das Artillerielehrbataillon 345 mit rund 600 Soldaten stationiert. Hinzu kommt das Bundeswehr Dienstleistungszentrum, das unter anderem den Truppenübungsplatz Baumholder betreut.
Die Artillerieschule wurde 1956 gegründet und gilt als zentrale Ausbildungsstätte der Bundeswehr für die Artillerietruppen. Dort werden Offiziere, Anwärter und Unteroffiziere in verschiedenen Lehrgängen ausgebildet. Lehrgangsteilnehmer sind das ganze Jahr über vor Ort. dpa/red
Baumholder. Ein tödlicher Unfall auf einem Militärgelände in Rheinland Pfalz erschüttert die Bundeswehr. Auf dem Truppenübungsplatz Baumholder ist ein 62 Jahre alter Berufssoldat am Dienstag, 23. Juni, bei einem Unfall ums Leben gekommen.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler setzte sich ein zuvor abgestellter Geländewagen plötzlich in Bewegung und überrollte den Mann. Das teilte ein Sprecher der Artillerieschule in Idar Oberstein mit. Der Offizier erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Der Soldat befand sich im Rahmen einer Ausbildung auf dem Übungsplatz. Weitere Details zum genauen Ablauf des Unglücks nannten die Behörden zunächst nicht. Die Ermittlungen laufen gemeinsam mit der Kriminalpolizei.
Ermittlungen dauern an
Auch die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach bestätigte, dass der Unfall derzeit untersucht wird. Neue richtungsweisende Erkenntnisse gebe es aktuell noch nicht.
Der Todesfall trifft die Kameradinnen und Kameraden laut Bundeswehr schwer. Der verstorbene Offizier gehörte zur Artillerieschule Idar Oberstein.
Zentrale Ausbildungsstätte der Artillerie
Die Einrichtung gilt als wichtigste Ausbildungsstätte der Bundeswehr für Artillerietruppen. Dort werden seit ihrer Gründung mehrere Laufbahnen geschult.
- Offiziere der Artillerie
- Offizieranwärter
- Unteroffiziere in verschiedenen Lehrgängen
Die Schule wurde im Jahr 1956 gegründet und befindet sich im Landkreis Birkenfeld. dpa/red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |