Korruption melden: Diese Stellen helfen Hinweisgebern

Haben Sie einen Korruptionsverdacht? Dann können Sie sich zum Beispiel anonym an ein Hinweisgeberportal wenden. | Foto: dpa
  • Haben Sie einen Korruptionsverdacht? Dann können Sie sich zum Beispiel anonym an ein Hinweisgeberportal wenden.
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Korruption melden. Wer Bestechung, Vetternwirtschaft oder den Missbrauch öffentlicher Gelder beobachtet, kann Hinweise an mehrere offizielle Stellen geben. Für Hinweisgeber gibt es interne Meldestellen in Unternehmen, staatliche Portale und klassische Strafanzeigen bei Polizei oder Staatsanwaltschaft.

Korruption betrifft nicht nur einzelne Beteiligte. Sie kann das Vertrauen in Behörden, Politik und Wirtschaft schwächen. Wer entsprechende Vorgänge bemerkt, steht daher häufig vor der Frage, ob ein Hinweis gemeldet werden sollte und wohin man sich wenden kann.

Nach Einschätzung von Rechtsanwältin Gina Greeve, Mitglied im Strafrechtsausschuss des Deutschen Anwaltvereins, sind zunächst interne Stellen ein möglicher Weg. Dazu zählen etwa Compliance‑Abteilungen oder Rechtsabteilungen in Unternehmen und Behörden.

Mehrere offizielle Wege für Hinweise

Neben internen Stellen gibt es weitere Möglichkeiten, einen Verdacht weiterzugeben.

  • Hinweisgeberhotlines und digitale Meldeportale im Internet, über die Hinweise auch anonym abgegeben werden können
  • Bürgerbeauftragte von Städten, Landkreisen oder Kommunen, die Beschwerden und Hinweise aufnehmen
  • Polizeidienststellen oder Staatsanwaltschaften, wenn ein möglicher Straftatbestand vorliegt

Das Bundeskriminalamt weist darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger sich bei konkreten Verdachtsmomenten auch direkt an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden wenden können. Eine Anzeige kann dabei helfen, mögliche strafrechtliche Ermittlungen anzustoßen.

Welche Stelle sinnvoll ist, hängt vom konkreten Fall ab. Interne Meldestellen können Missstände innerhalb einer Organisation klären, während Polizei und Staatsanwaltschaft zuständig sind, wenn der Verdacht auf eine Straftat besteht. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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