Aquaplaning vermeiden: Reifendruck prüfen, Profil checken
- Bei Starkregen entscheidet der Zustand der Reifen mit, ob das Auto auf nasser Fahrbahn stabil bleibt. Ein korrekt eingestellter Reifendruck und genügend Profil helfen, Aquaplaning zu vermeiden.
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Aquaplaning vermeiden. Regelmäßig geprüfter Reifendruck und ausreichend Profil senken das Risiko, dass Reifen bei Starkregen aufschwimmen und das Auto die Haftung verliert.
Nach Hitzeperioden folgen oft kräftige Regenfälle, und genau dann wird Aquaplaning schnell zum Alltagsproblem auf Autobahn, Landstraße oder in der Stadt. Das R+V Infocenter ordnet dazu zwei einfache Stellschrauben ein, die vor der Fahrt beeinflusst werden können: Reifenprofil und Reifendruck.
Aquaplaning wird auch „Wasserglätte“ genannt. Wenn zu viel Wasser auf der Fahrbahn steht, können Reifen aufschwimmen und den Kontakt zur Straße verlieren. Das Fahrzeug rutscht dann ähnlich unkontrolliert wie auf Eis, erklärt Roland Richter, Verkehrsexperte der R+V Versicherung.
Besonders anfällig sind Stellen, an denen Wasser schlecht abläuft. Dazu zählen Senken, Unterführungen, Bereiche unter Brücken sowie Spurrillen. Ein praktischer Hinweis unterwegs ist der Blick nach vorn: Erzeugen vorausfahrende Fahrzeuge deutlich sichtbare Wasserfontänen, spricht das für viel stehendes Wasser und damit eine erhöhte Aquaplaning-Wahrscheinlichkeit.
Was vor der Fahrt messbar hilft: Profil und Reifendruck
Der Zustand der Reifen beeinflusst, wie gut Wasser verdrängt und abgeleitet wird. Mit abnehmender Profiltiefe steigt das Risiko, weil die Rillen weniger Wasser aufnehmen und seitlich abführen können. Als besonders sicher werden laut R+V-Experte Profiltiefen von mehr als vier Millimetern eingeordnet.
Auch zu niedriger Reifendruck wirkt sich aus. Dann vergrößert sich die Aufstandsfläche, und Wasser kann schlechter ablaufen. Kritisch wird das vor allem bei älteren Reifen, wenn der Druck über längere Zeit nicht kontrolliert wurde.
- Problemstellen bei Starkregen: Senken, Unterführungen, Brückenbereiche, Spurrillen.
- Warnzeichen im Verkehr: Deutliche Wasserfontänen bei vorausfahrenden Fahrzeugen.
- Reifenprofil: Mit geringer Profiltiefe steigt das Aquaplaning-Risiko. Mehr als vier Millimeter gelten als besonders sicher.
- Reifendruck: Zu niedriger Druck kann Aquaplaning begünstigen, weil Wasser schlechter verdrängt wird.
Unterm Strich gilt: Wer bei Regenfahrten Profil und Reifendruck im Blick behält, reduziert ein Risiko, das sich bei Starkregen in wenigen Sekunden aufbauen kann.
Autor:Meike Jakob aus Landau |