Pilotprojekt in der Eifel: Tesla fährt Schüler und Senioren
- Es ist in Europa das erste Shuttle-Projekt, bei dem Teslas mit der Software «Full Self-Driving (Überwacht)» fahren (Archivbild)
- Foto: Harald Tittel/dpa
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Eifel. Auf dem Land ohne Auto zum Arzt oder zur Schule zu kommen ist oft schwierig. In der Eifel testet ein Pilotprojekt nun eine ungewöhnliche Lösung. Selbstfahrende Tesla-Shuttles bringen Schüler und Senioren kostenlos zu wichtigen Zielen.
Das Projekt läuft in der Verbandsgemeinde Arzfeld im Eifelkreis Bitburg Prüm. Partner sind der Landkreis, die Kommune und das Unternehmen Tesla Automation aus Prüm. Die Fahrzeuge fahren bereits mit dem Assistenzsystem Full Self Driving in der Version „überwacht“. In Deutschland ist diese Software offiziell noch nicht zugelassen. Deshalb sitzt immer ein Fahrer im Auto, der im Notfall eingreifen kann.
Autonomes Shuttle auf Landstraßen
Eine typische Strecke führt von Gerolstein nach Bitburg. Rund 40 Kilometer über kurvige Landstraßen, durch Kreisverkehre und an Baustellen vorbei. Das Fahrzeug lenkt, blinkt und bremst selbstständig. Es erkennt Fußgänger und überholt parkende Autos.
Die beiden Auszubildenden Emilia Fuchs und Lukas Müller nutzen das Shuttle regelmäßig für den Weg zur Berufsschule. Beide berichten von einer ruhigen Fahrt. Nach kurzer Zeit wirke die Technik vertraut und sicher.
Fahrten zum Arzt oder zum Einkaufen
Auch ältere Menschen nutzen das Angebot. Viele leben in kleinen Orten oder einzelnen Gehöften. Für sie übernimmt das Shuttle Fahrten
- zum Arzt oder zur Apotheke
- zum Einkaufen
- zu Terminen in der Region
Das Projekt ist an den ehrenamtlichen Bürgerbus der Verbandsgemeinde Arzfeld angebunden. Nach Angaben der Kommune ist die Nachfrage hoch. Viele Senioren fragen inzwischen gezielt nach dem Tesla Shuttle.
Ausweitung auf größere Region geplant
Nach Angaben von Landrat Andreas Kruppert soll das Angebot ausgeweitet werden. Künftig könnten die Fahrzeuge in einer Region mit mehr als einer halben Million Menschen unterwegs sein. Statt an zwei Tagen sollen die Shuttles bei Bedarf an fünf Tagen fahren.
Zwischenfälle gab es bislang nicht. In wenigen Situationen griff der Fahrer ein. Etwa als das Fahrzeug auf einem engen Parkplatz wenden wollte.
Für Tesla ist das Projekt auch ein Test unter realen Bedingungen in Europa. Zwei Model Y Fahrzeuge aus dem Werk Grünheide sind derzeit im Einsatz.
Langfristig könnte autonomes Fahren vor allem im ländlichen Raum neue Mobilitätsangebote ermöglichen. Gerade dort sind Busverbindungen oft selten und Wege weit. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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