Protestaktion bei General Dynamics: Demonstranten kleben sich am Boden fest
- Die Polizei war bereits frühzeitig am Einsatzort. und geht davon aus, dass die Protestaktion demnächst aufgelöst werden kann.
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Kaiserslautern. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Westpfalz machten zehn Demonstranten im Alter von 19 bis 32 Jahren mit einer ungewöhnlichen Protestaktion am Dienstagmorgen, 20. Oktober, in Kaiserslautern auf sich aufmerksam. Vor den Eingängen des Rüstungsunternehmens General Dynamics hatten sich gegen 7 Uhr mehrere Menschen auf dem Boden festgeklebt. Laut eines Polizeisprechers blockierten sieben Aktivisten den Haupteingang und drei den Personaleingang.
Räumliche Nähe zum Schulbetrieb angeprangert
Die Aktion sollte die öffentliche Aufmerksamkeit auf einen bedeutenden Rüstungsstandort der Stadt richten. Die Beteiligten hatten Banner mitgebracht. Auf einem davon stand der Satz: „Neben dieser Waffenfabrik gehen Kinder zur Schule.“ Damit thematisierten die Demonstranten insbesondere die räumliche Nähe zwischen dem Rüstungsbetrieb und dem schulischen Alltag von Kindern.
Die Polizei war bereits frühzeitig am Einsatzort. Die Versammlung war nicht angemeldet und wurde von der Stadtverwaltung Kaiserslautern als zuständige Versammlungsbehörde formal beendet. Anschließend lösten Polizeikräfte die festgeklebten Hände der Demonstranten vom Boden. Den Personen wurden Platzverweise erteilt.
General Dynamics: Ein international tätiger Rüstungskonzern
Der Protest richtete sich gegen einen Standort des international tätigen Rüstungskonzerns General Dynamics. In Kaiserslautern werden unter anderem militärische Brückensysteme entwickelt und hergestellt. Dazu gehören sowohl schwimmende Brückenkonstruktionen als auch Systeme für den Einsatz an Land.
Die Technik ermöglicht es Streitkräften beispielsweise, Flüsse und andere Hindernisse zu überwinden. Die Brückensysteme können je nach Ausführung auch als Fähren eingesetzt werden. Der Standort befindet sich im Kaiserslauterer Stadtgebiet. Mit ihrer Aktion rücken die Demonstranten damit nicht nur die Rüstungsproduktion selbst, sondern auch deren unmittelbares städtisches Umfeld in den Mittelpunkt. [red/rav]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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