Mietspiegel Kaiserslautern: Das ändert sich für Mieter und Vermieter
- Kaiserslautern erhält erstmals einen qualifizierten Mietspiegel. Er soll Ende Oktober zusammen mit einem Online-Mietspiegelrechner veröffentlicht werden.
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Kaiserslautern. Die Stadt Kaiserslautern bekommt erstmals einen qualifizierten Mietspiegel. Das neue Instrument soll für mehr Transparenz auf dem örtlichen Wohnungsmarkt sorgen und Mietern wie Vermietern helfen, die ortsübliche Vergleichsmiete einzuschätzen. Ende Oktober sollen der Mietspiegel und ein Online-Rechner veröffentlicht werden. Eine Neuerung betrifft die Wohnlage: Künftig wird zwischen sechs Lageklassen im Stadtgebiet unterschieden.
Online-Mietspiegelrechner soll Ende Oktober starten
Der neue Mietspiegel wurde am 19. Oktober im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats vorgestellt und löst den alten Mietspiegel aus dem Jahr 2021 ab. Die Veröffentlichung ist für Ende Oktober vorgesehen.
Neben dem vollständigen Mietspiegel wird dann auch ein Online-Mietspiegelrechner auf der Internetseite der Stadt Kaiserslautern zur Verfügung stehen. Nutzerinnen und Nutzer können damit anhand der relevanten Merkmale ihrer Wohnung die entsprechende ortsübliche Vergleichsmiete ermitteln.
Der Mietspiegel bietet Mieterinnen und Mietern sowie Vermieterinnen und Vermietern eine fundierte Orientierung bei der Beurteilung der ortsüblichen Vergleichsmiete und schafft damit mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit auf dem örtlichen Wohnungsmarkt.
Neuer Mietspiegel in Kaiserslautern berücksichtigt sechs Lageklassen
Eine wesentliche Neuerung ist die Einbeziehung der Wohnlage. Für das Stadtgebiet wurden insgesamt sechs Lageklassen gebildet. Damit kann die unterschiedliche Wohnlage einer Wohnung bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete berücksichtigt werden.
Neben den weiteren wohnwertbestimmenden Merkmalen ermöglicht dies eine differenziertere Abbildung des Kaiserslauterer Mietwohnungsmarktes.
Mit der Neuaufstellung des Mietspiegels wurde das Referat Digitalisierung und Innovation – Statistik und Wahlen – beauftragt. Die fachliche und organisatorische Ausgestaltung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der eigens eingerichteten Facharbeitsgruppe Mietspiegel. Darin wirkten verschiedene Akteure des örtlichen Wohnungsmarktes und der Stadtverwaltung mit.
Beteiligt waren der Mieterschutzverein Kaiserslautern und Umgebung e. V., die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund Kaiserslautern und Umgebung e. V., die ortsansässigen Wohnungsunternehmen Bau AG Kaiserslautern und Baugenossenschaft Bahnheim e. G., die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte für den Bereich der Stadt Kaiserslautern sowie die Datenschutzbeauftragte der Stadt. Die statistische Auswertung wurde durch das EMA-Institut betreut.
3000 verwertbare Rückmeldungen fließen in den Mietspiegel ein
Durch die Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen und Fachleute konnte eine belastbare Grundlage für die Erstellung des qualifizierten Mietspiegels geschaffen werden. Insgesamt wurden 4000 Mieterinnen und Mieter sowie 3000 Vermieterinnen und Vermieter angeschrieben, 3000 verwertbare Rückmeldungen gingen ein.
Oberbürgermeisterin Beate Kimmel dankt allen Beteiligten für ihr Engagement: „Die Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die nur im Zusammenspiel verschiedener Fachbereiche und Akteure gelingen kann. Mein besonderer Dank gilt daher allen Mitgliedern der Facharbeitsgruppe sowie den Mieterinnen und Mietern und Vermieterinnen und Vermietern, die durch ihre Mitwirkung an der Datenerhebung zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.“
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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