Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026: Wer wird neuer Ministerpräsident?

Landtagswahl 2026: Gordon Schnieder (CDU) gilt nach dem vorläufigen Wahlergebnis als aussichtsreichster Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten von Rheinland‑Pfalz | Foto: dpa (Archivbild)
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  • Landtagswahl 2026: Gordon Schnieder (CDU) gilt nach dem vorläufigen Wahlergebnis als aussichtsreichster Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten von Rheinland‑Pfalz
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Ministerpräsident Rheinland-Pfalz. Mit der Landtagswahl in Rheinland‑Pfalz am 22. März 2026 hat sich nicht nur die Zusammensetzung des neuen Landtags in Mainz verändert. Die Wahl entscheidet auch darüber, wer künftig die Landesregierung führt. Anders als häufig angenommen, wird der Ministerpräsident jedoch nicht direkt gewählt.

Wer das Amt übernimmt, entscheidet sich erst nach der Wahl im Landtag.

Wie wird der Ministerpräsident in Rheinland‑Pfalz gewählt?

Der Ministerpräsident von Rheinland‑Pfalz wird vom Landtag gewählt, nicht direkt von den Wählerinnen und Wählern. Erforderlich ist die Mehrheit der Abgeordneten im Parlament.

Entscheidend ist daher nicht allein, welche Partei die meisten Stimmen erhalten hat, sondern welche Parteien gemeinsam eine tragfähige Mehrheit bilden können. Erst nach Koalitionsgesprächen kommt es zur Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag. Eine Koalition mit der AfD schließen sowohl CDU als auch SPD aus.

Aktueller Stand nach dem vorläufigen Wahlergebnis

Nach dem vorläufigen Ergebnis ist die CDU stärkste Kraft im neuen Landtag geworden. Auf dieser Grundlage hat sie die besten Voraussetzungen, eine Regierungsmehrheit zu organisieren. Damit gilt CDU‑Spitzenkandidat Gordon Schnieder derzeit als aussichtsreichster Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten. Die CDU war im Heimatland von Helmut Kohl fast 35 Jahre in der Opposition.

CDU‑Spitzenkandidat Gordon Schnieder freut sich über das Ergebnis bei der Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026 | Foto: dpa
  • CDU‑Spitzenkandidat Gordon Schnieder freut sich über das Ergebnis bei der Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026
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CDU (31,0 %)
SPD (25,9 %)
AfD (19,5 %)
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (7,9 %)
Die Linke (4,4 %)
Freie Wähler (4,2 %)
FDP (2,1 %)
Sonstige (5,2 %)

Schweitzer hatte das Amt im Sommer 2024 von Malu Dreyer übernommen und stellte sich erstmals einer Landtagswahl. Er schloss aus, im Fall einer Niederlage als Minister in eine CDU-geführte Regierung einzutreten.

Das Ergebnis hat Folgen über das Land hinaus. Für die SPD bedeutet die Niederlage nach jahrzehntelanger Regierungszeit einen schweren Rückschlag. In der Berliner Koalition mit der Union dürfte der Druck steigen, gerade mit Blick auf anstehende Reformen bei Rente, Pflege und Krankenversicherung. 

Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz: Das vorläufige Ergebnis steht fest

Wer ist aktuell Ministerpräsident?

Amtierender Ministerpräsident ist Alexander Schweitzer (SPD). Er übernahm das Amt im Jahr 2024 von Malu Dreyer und führt seitdem eine Ampel‑Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP.

Welche Kandidaten hatten Chancen auf das Amt?

Zur Landtagswahl 2026 traten die Parteien mit Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten an, die im Falle einer Regierungsbildung Anspruch auf das Amt des Ministerpräsidenten erhoben.

  • CDU: Gordon Schnieder
  • SPD: Alexander Schweitzer
  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Katrin Eder
  • FDP: Daniela Schmitt
  • AfD: Jan Bollinger
  • Die Linke: Rebecca Ruppert
  • Freie Wähler: Joachim Streit
Landtagswahl 2026: Das sind die sechs Spitzenkandidaten für den Posten des Ministerpräsidenten in Rheinland-Pfalz, es fehlt Rebecca Ruppert (Die Linke). | Foto: dpa
  • Landtagswahl 2026: Das sind die sechs Spitzenkandidaten für den Posten des Ministerpräsidenten in Rheinland-Pfalz, es fehlt Rebecca Ruppert (Die Linke).
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Welche Koalitionen sind möglich?

Für die Wahl des Ministerpräsidenten ist eine stabile Mehrheit im Landtag erforderlich. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis ist die große Koalition mit CDU und SPD am wahrscheinlichsten. CDU und SPD würden zusammen auf eine breite Mehrheit von 71 der 105 Mandate kommen.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD wird von den übrigen Parteien weiterhin ausgeschlossen. Die konkrete Zusammensetzung der künftigen Landesregierung wird in Koalitionsgesprächen ausgehandelt.

Wann fällt die Entscheidung über den neuen Ministerpräsidenten?

Am Wahlabend steht lediglich das Wahlergebnis fest. Die formelle Wahl des Ministerpräsidenten erfolgt erst in einer Sitzung des neu gewählten Landtags.

Laut Landesverfassung muss der Landtag spätestens 75 Tage nach der Wahl zusammentreten. In dieser Zeit finden Sondierungs‑ und Koalitionsgespräche statt.

Was bedeutet das für die Wählerinnen und Wähler?

Mit ihrer Stimme haben die Bürgerinnen und Bürger indirekt über den Ministerpräsidenten entschieden. Das Wahlergebnis legt fest, welche Parteien im Landtag vertreten sind und welche Bündnisse möglich werden.

Fazit

Die Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026 hat die Kräfteverhältnisse im Landtag neu geordnet. Auf Basis des vorläufigen Ergebnisses hat die CDU die besten Chancen, den nächsten Ministerpräsidenten zu stellen. Die endgültige Entscheidung fällt jedoch erst mit der Wahl im Landtag nach Abschluss der Koalitionsgespräche.

Landtagswahl 2026: Gordon Schnieder (CDU) gilt nach dem vorläufigen Wahlergebnis als aussichtsreichster Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten von Rheinland‑Pfalz | Foto: dpa (Archivbild)
Landtagswahl 2026: Das sind die sechs Spitzenkandidaten für den Posten des Ministerpräsidenten in Rheinland-Pfalz, es fehlt Rebecca Ruppert (Die Linke). | Foto: dpa
CDU‑Spitzenkandidat Gordon Schnieder freut sich über das Ergebnis bei der Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026 | Foto: dpa
Autor:

Katharina Wirth aus Herxheim

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