Nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter: Gewalt in Zügen steigt weiter
- Vor allem in der Region Mitte sind die Angriffe mehr geworden. (Symbolbild)
- Foto: Uwe Anspach/dpa
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Frankfurt am Main. Fahrgäste und Bahnmitarbeiter im Regionalverkehr müssen sich in Teilen des Südwestens häufiger mit Gewalt auseinandersetzen. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist die Zahl der körperlichen Angriffe im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.
Nach Angaben von DB Regio gab es in der Region Mitte rund 15 Prozent mehr körperliche Übergriffe als im Jahr zuvor. Die Region umfasst Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie den nordbadischen Raum. Die Zahlen wurden bei einem Pressetermin am Frankfurter Hauptbahnhof vorgestellt.
Besonders erschüttert hatte ein tödlicher Angriff Anfang Februar. In einer Regionalbahn wurde der 36 Jahre alte Zugbegleiter Serkan Çalar bei einer Ticketkontrolle von einem Fahrgast mit Faustschlägen gegen den Kopf attackiert. Der Mann starb später im Krankenhaus an seinen Verletzungen.
Unterschiedliche Zahlen von Bahn und Bundespolizei
Deutschlandweit zeigt sich laut Bahn dagegen ein anderer Trend. Im gesamten Regionalverkehr wurden 2025 etwa sieben Prozent weniger körperliche Angriffe registriert als im Jahr zuvor. In der Statistik der Bahn sind auch Vorfälle enthalten, die nicht bei der Polizei angezeigt wurden.
Die Bundesregierung kommt auf andere Werte. Nach Angaben der Bundespolizei wurden im Jahr 2025 insgesamt 2690 Angriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn erfasst. Das entspricht einem Anstieg von rund elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Grundlage sind ausschließlich angezeigte Straftaten im gesamten Bahnnetz. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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