Großrazzia in acht Bundesländern: 300 Einsatzkräfte durchsuchen 52 Objekte
- Bei Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung und Hehlerei im Handel mit Paletten werden Immobilien in acht Bundesländern durchsucht. (Symbolbild)
- Foto: Daniel Karmann/dpa
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Leipzig. Mehr als 300 Einsatzkräfte von Polizei und Steuerfahndung haben am Mittwoch, 22. April, eine groß angelegte Razzia wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung und Hehlerei gestartet. Schwerpunkt der Ermittlungen ist Leipzig.
Nach Angaben des Landeskriminalamts Sachsen durchsuchten Ermittler insgesamt 52 Immobilien in acht Bundesländern. Dabei wurde auch ein Haftbefehl vollstreckt. Die Maßnahmen richteten sich gegen sechs Beschuldigte aus Leipzig.
Verdacht auf organisierte Geschäfte mit Mehrwegpaletten
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht laut Behörden ein mutmaßliches Netzwerk im Handel mit Mehrwegpaletten. Die Ermittler ordnen die Strukturen der sogenannten Clankriminalität zu. Der geschätzte Schaden liegt nach bisherigen Erkenntnissen bei mehr als 2,2 Millionen Euro.
Durchsucht wurden Wohnungen, Firmenstandorte und Steuerbüros in mehreren Bundesländern. Dazu zählen:
- Sachsen
- Sachsen Anhalt
- Thüringen
- Brandenburg
- Nordrhein Westfalen
- Bayern
- Baden Württemberg
- Hessen
Auswertung der Beweise dauert an
Die Durchsuchungen erfolgten im Auftrag der Staatsanwaltschaften Leipzig und Chemnitz. Die Ermittler stellten zahlreiche Beweismittel sicher. Die Auswertung dürfte nach Angaben der Behörden noch einige Zeit dauern.
Der Begriff Clankriminalität ist in der öffentlichen Debatte umstritten. Kritiker sehen darin eine mögliche Stigmatisierung von Menschen mit Migrationshintergrund aufgrund ihrer familiären Herkunft. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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