Veranstaltungen in Mannheim zum 75. Todestag Dietrich Bonhoeffers
Predigtreihe „Widerstehen“

Dietrich-Bonhoeffer-Statue in einer gotischen Nische der Westminster Abbey in London.
  • Dietrich-Bonhoeffer-Statue in einer gotischen Nische der Westminster Abbey in London.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Christian Gaier

Mannheim. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Theologen des 20. Jahrhunderts. Dietrich Bonhoeffer, der die Attentatspläne gegen Hitler unterstützte, wurde dafür 1945 hingerichtet. Die Predigtreihe „Widerstehen“ in der CityKirche Konkordien und eine Lange Bonhoeffer-Nacht in der Hafenkirche an dessen Todestag am 9. April erinnern an den großen evangelischen Pazifisten. Start ist am Sonntag, 1. März um 11 Uhr mit dem Gottesdienst „Aufstehen gegen den Sündenfall“ mit Pfarrerin Anne Ressel. Am 29. März hält die Pforzheimer Dekanin Christiane Quincke die Predigt.

75 Jahre ist es her, dass Dietrich Bonhoeffer von den Nazis ermordet wurde, einen Monat vor Ende des Krieges und der Schreckensherrschaft der Nazis wurde er im KZ Flossenbürg gehängt. Bereits im Frühjahr 1933 hatte der junge Theologe den Antisemitismus kritisiert: „Wer nicht für Juden schreit, darf nicht gregorianisch singen!“ schrieb er. Bonhoeffer durchschaute früh die „Maskerade des Bösen“, die sich bürgerlich gab und zugleich tief rassistisch und ausgrenzend war. Bonhoeffer war Mitglied der Bekennenden Kirche, die sich 1934 als Reaktion auf die gleichgeschalteten evangelischen Amtskirchen, die sich die „Deutschen Christen“ nannten, gründete. Er stand in Verbindung mit den Aktivisten des 20. Juli. Dafür wurde er 1943 verhaftet und 1945 in den letzten Kriegstagen zum Tod verurteilt. Eine wichtige Aufgabe der Kirche sah er darin, den Schwachen nicht nur zu helfen, sondern sich der Ungerechtigkeit aktiv entgegenzustellen. Aufgabe der Kirche sei, „nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen“, so Bonhoeffer.

„Wenige Tage nach den rassistischen Morden in Hanau ist Bonhoeffers Denken und Handeln von beunruhigender Aktualität,“ sagt Pfarrerin Ilka Sobottke, die gemeinsam mit Pfarrerin Anne Ressel die Veranstaltungsreihe zu Ehren Bonhoeffers initiiert hat, „insbesondere, da die politische Rechte international versucht, Bonhoeffer und die Bekennende Kirche für sich zu instrumentalisieren.“

Die Veranstaltungsreihe an der CityGemeinde Hafen-Konkordien stellt den politischen Bonhoeffer in den Vordergrund: Die Predigtreihe WIDERSTEHEN findet jeweils sonntags um 11 Uhr in der CityKirche Konkordien statt:
- März: „Aufstehen gegen den Sündenfall“, Abendmahlsgottesdienst, mit Pfarrerin Anne Ressel
- 8. März: „Dem Rad in die Speichen fallen“, mit Pfarrerin Ilka Sobottke
- (15.März: Jeder Mensch betet, wenn er etwas von ganzem Herzen macht, mit Dekan Ralph Hartmann und Einführung Florian Binsch als Studierendenseelsorger)
- 22. März: „Nur wer für Juden schreit, darf gregorianisch singen – Aufstehen gegen Rassismus!“; mit Altstadträtin Nazan Kapan und Pfarrerin Ilka Sobottke
- 29. März: „Die Maskerade des Bösen“, mit Christiane Quincke, Dekanin Pforzheim
- 5. April: „Tu deinen Mund auf für die Schwachen“, mit der Bürgerrechtlerin Katrin Hattenhauer und Pfarrerin Ilka Sobottke
-  Gründonnerstag 9. April (Todestag Dietrich Bonhoeffers)
-  Lange Bonhoeffer-Nacht in der Hafenkirche, 19-24 Uhr
- 19 Uhr (!): „Gemeinschaft der Heiligen“, anschließend unter anderem mit dem Film 'Die letzte Stufe', Lesungen aus Bonhoeffers Texten
-  Karfreitag 10. April: „Das Ende ist der Beginn“, mit Pfarrerin Ilka Sobottke. ps

Autor:

Christian Gaier aus Mannheim

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