Eltern sind verantwortungsvoll, erweiterte Notbetreuung wird angenommen
Steigende Zahlen bei Notbetreuung

In den Kitas werden nur "Notfälle" betreut
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  • Foto: Erich Westendarp/pixabay.com
  • hochgeladen von Roland Kohls

Pfalz. „Wir wissen um die besondere Herausforderung, vor der viele Eltern derzeit stehen", sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig. Arbeit und Kinderbetreuung – das sind zwei Fulltime-Jobs. "Ich habe höchsten Respekt davor", so die Ministerin, "und es ist natürlich auch im besonderen Interesse der Kinder und Jugendlichen, dass wir möglichst schnell wieder zur Normalität in Kita und Schule zurückkehren." Zentral ist dabei die Frage der Bildungsgerechtigkeit. Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf müssen unterstützt werden. Die Krise ist noch lange nicht überwunden. Wann die Schulen und Kitas wieder für den regulären Betrieb aufmachen, das hängt entscheidend vom Infektionsgeschehen ab, sagte Hubig. Die Kultusminister der Länder sowie die Familienministerkonferenz haben jetzt jeweils Rahmenkonzepte vorgestellt, wie der weitere Weg schrittweise und verantwortungsbewusst gestaltet werden könnte. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder werden auf dieser Grundlage zusammen mit der Bundeskanzlerin die weiteren Schritte beraten.
Rheinland-Pfalz hatte die Notbetreuung an Kita und Schule bereits zum Ende der Osterferien ausgeweitet wie es die Jugend- und Familienministerkonferenz jetzt bundesweit für die Kitas empfohlen hat. "Wir sind hier also schon einen Schritt weiter als viele andere Länder. Und wir nehmen wahr, dass dieses Angebot an Schule und Kita zunehmend genutzt wird", sagte Hubig. "Dennoch gehen die Eltern weiterhin sehr verantwortungsvoll damit um", dankte die Ministerin. "Unser Ziel ist es nach wie vor, die Infektionszahlen so gering wie möglich zu halten“, so die Bildungsministerin.
In der zurückliegenden Woche stieg die Zahl der Schulkinder in Notbetreuungsmaßnahmen auf im Schnitt 4.600 Schülerinnen und Schüler, rund drei Viertel davon jeweils an den Grundschulen. Das ist in der Gesamtschau immer noch weniger als 1 Prozent der insgesamt mehr als 520.000 Schülerinnen und Schüler.
Am besuchsstärksten Tag der gleichen Woche waren 9.077 Kita-Kinder in der Notbetreuung. Die durchschnittliche Betreuungsquote lag über die Woche bei 5,62 Prozent der insgesamt mehr als 160.000 Kita-Kinder. Der überwiegende Teil entfiel dabei auf die Über-3-Jährigen.
Klar ist: Wer nicht weiter weiß und keine anderen Möglichkeit hat, darf die Notbetreuung besuchen – unabhängig davon, ob er in einem sogenannten systemrelevanten Beruf arbeitet oder nicht. Wir müssen Härtefälle abfedern und Familien erlauben, trotz der besonderen Lage Familie und Beruf vereinbaren zu können. "Ich danke den Erzieherinnen und Erziehern sowie den Lehrkräften, die sicherstellen, dass das an den Einrichtungen jeweils gelingt“, so die Bildungsministerin abschließend.

Hintergrund:

In Rheinland-Pfalz wurde die Notbetreuung in Kitas und Schulen von Anfang an offener gestaltet, als in vielen anderen Länder. So gibt es etwa keine Altersbeschränkung, ein Nachweis des Arbeitgebers ist nicht erforderlich und in einer Härtefallregelung wurde auch den Eltern die Notbetreuung eröffnet, die keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder zu betreuen.
In den ersten Wochen nach den Schulschließungen waren regelmäßig zwischen 1.000 und 1.500 Schülerinnen und Schüler in der Notbetreuung, weniger als 0,5 Prozent der mehr als 520.000 Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. In den Kitas bewegten sich die Zahlen für die Notbetreuung regelmäßig bei zwei bis drei Prozent der insgesamt über 160.000 Kita-Kinder. rk/ps

Autor:

Roland Kohls aus Ludwigshafen

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